Novidades

September 28, 2009

Montag 14. 09 – Freitag 18.09

Heute habe ich das bisher beste mosambikanische Essen verzehren dürfen. Ich habe es nämlich letzte Woche einmal probieren dürfen und daraufhin habe ich Dona Marta gefragt, ob sie mir das herrichten kann. Was sie auch gerne tat, weil zeigen will was Mosambik außer Hühnchen und Reis zu bieten hat. Dieses Gericht ist Shiginha von Fejaojemba. Ich kann nicht genau sagen was alles drin ist. Aber mal soviel Fejaojemba sind Bohnen, die hier in Mosambik angebaut werden und auch typisch für hier sind. Sie sind etwas kleiner als die normalen Bohnen die wir auch kennen und haben auch einen etwas anderen Geschmack. Diese Bohnen mit etwas Mandioka in einer Soße, dass es ein Konsistenz von einem Eintopf hat. Mehr weiß ich bisher auch nicht darüber. Es ist aber auf jeden Fall sehr lecker. Ein anderes Shiginha werde ich auch noch probieren werden, nämlich von den Blättern des Balsamapfel. Wenn ihr nicht wisst was das für eine Pflanze ist müsst ihr im Internet nachschauen. Ich musste auch erst mal nachschauen. So wird mir nachgesagt, dass meine Hautfarbe schon sich am Ändern ist. Das heißt, dass ich langsam ein „negro branco“ (schwarzer Weißer) werde.
Am Dienstag kam Daniel,der Amerikaner hier zu Besuch. Und wir aßen zusammen zu Abend, was wieder ein gutes Gespräch bedeutet und zwar auf Englisch. Und ich merkte, dass mein Englisch mittlerweile auf dem Niveau von meinem Portugiesisch gelandet ist. Aber es nicht so, dass mein Portugiesisch so gut wie mein Englisch wurde, sondern eher mein Englisch so schlecht. Aber dann ist das hier genau richtig, damit ich mein Englisch nicht vollkommen vergesse.
Am Mittwoch hat mich Beni, ein Student mit genommen für einen Gang in einen anderen Dorfteil . Ihr müsst wissen Cambine ist flächenmäßig so groß ist, dass es etwa 6 oder 7 Dorfteile hat. Ich lebe hier im Cambine Zentral und hatte bisher noch nicht bewusst einen anderen Dorfteil besucht. So sind wir an diesem Tag nach Madjekane gewandert. Dort besuchten wir eine ältere Frau aus der Gemeinde, die sehr nett zu uns war und natürlich uns auch noch zum Essen einlud, was dann aber Beni, auf einen anderen Tag verschob. So lernte ich auch wie man eine Einladung hier ablehnt. Weil hier ist das Verschoben oft wirklich aufgehoben. Das find ich aber nicht die richtige Art und Weise. Das Problem nur ist, dass andere Gründe nie zählen und die Folge ist, dass man die Einladung annehmen muss. Was ja an sich nichts Schlechtes ist, aber wenn man noch zu Hause zu Essen hat und sogar vielleicht schon mal an einem Tag eingeladen war, will man nicht mehr essen. Als wir uns auf dem Weg nach Hause machen wollten gab sie uns, aber dann doch noch Eier und Brot mit. Und Beni erzählte mir nachher, dass er auch deswegen diesen Besuch erstattete. Nach dem ich dann noch an dem Haus von den Studenten ein paar gegrillte Maiskolben gegessen habe ging ich nachhause.
Nun gibt es schon Tage die richtig heiß sind. Die man am Besten nur im Wasser verbringen will oder verschlafen will. Dieser Donnerstag war so ein Tag. Nun ja ich habe es überlebt und werde es auch weiterhin überleben. Hoffe ich. Komme ich aber zu wichtigeren Sachen heute kam die neue Direktorin im Waisenhaus an. Das heißt sehr viele wichtige Menschen reden viel mit einander um irgendwelche Dinge zu klären. Aber heute sah ich nur zu einem Gespräch ist es bisher noch nicht gekommen, aber ich bin mir sicher, dass es kommen wird. So können wir nur hoffen, dass sich nun was ändern wird. Ich werde auch dafür beten und bitte auch euch um zu beten. Aber ich möchte euch auch beten für die nun ehemalige Direktorin zu beten, die nachdem sie noch einige Tage (Wochen) verweilen wird, nach Xai-Xai ziehen. Dort hat sie weder Arbeit noch hat sie kaum Hoffnung. Sie hat acht Jahre in dem Waisenhaus aber hat weder einen Abschluss an einer Schule noch eine Ausbildung. So hofft sie auch die Konferenz in diesem Jahr, aber sie scheint mir nicht wirklich zuversichtlich. So sind Änderungen nie leicht durchzubringen und auch immer mit Schmerzen verbunden. Hoffentlich ist dies große Veränderung mit positiven Konsquenzen verbunden. Am Nachmittag ging schon ein mal mein zukünftiges Zimmer in dem Haus der Pastorin/Lehrerin Luisa. Was noch ein bisschen frische Luft braucht, aber danach kann man darin auch leben. Am Abend hieß es mal wieder ins Internat zum Gottesdienst gehen. Was diesmal interessant war, dass derjenige, der prdigen sollte nicht da war. So nahm es kurzer Hand Mering, ein guter Freund (oder mein schwarzer Bruder) in die Hand. Nachdem si misch zuvor noch mich gefragt haben ob ich nicht predigen wollte. Was ich aber dankend abgelehnt hatte. Das heißt aber nicht, dass ich diesen Angebot nie annehmen werde. Ich werde mich mal vorbereiten und dann acih mal predigen. Auch wurden wir dann wieder zum Abendessen eingeladen.
Am Freitag war ich mal wieder in der Schule, um mir mal selber ein Bild von der schulischen Situation hier zu machen. So besuchte ich drei Unterrichtsstunden: Englisch, Erdkunde und Mathematik. Es gab einiges positives aber auch viele Probleme mit denen wir nicht zu Kämpfen haben. Ich fange mit den Problemen an. Also vier Säle haben weder Stühle noch Tische. Das erschwert das mitschreiben erheblich. Auch mangelt es an Bücher. So brachte der Englischlehrer die Bücher mit und sammelte sie danach wieder ein. Und in Erdkunde werden erst gar keine Bücher benutzt. Doch wenn man sich die Bücher ansieht, sieht man, dass diese Bücher auch nicht wirklich gut sind. So müssen die Schüler viel aufschreiben. Ein weiteres Problem sind wie schon ein mal erwähnt die großen Klassen, die aber erst später in einer Stunde oder am Tag erlebt. Es liegt an den Verspätungen. Aber auch die Lehrer sind kein Vorbild, so war nach der großen Pause kein Lehrer pünktlich im Saal und oft ist so, dass sich nicht erscheinen, weil vielleicht eine „Wahlveranstaltung“ ist. Aber erstmal genug von schlechten Dingen, jetzt will ich auch mal gute Sachen erzählen.
Also der Englischlehrer, den ich sah, der war gut. Gute Motivation und geht auch mit den Schülern super um. Auch die Schüler seien es auch viele sind aufmerksam und arbeiten nach ihren Möglichkeiten mit. Auch der Erdkundelehrer schien mir recht aufgeweckt; nur seine Schüler finden wie bei uns auch Erdkunde langweilig. Nur der Mathematiklehrer enttäuschte mich ein bisschen Nun ja man kann nicht alles haben. Auch das mich der der pädagogische Direktor mich versetzt hatte fand ich nun wirklich nicht so toll. Er wollte mit mir nach den Stunden reden, aber das tat er nicht er ließ mehr ausreichten erwürde später kommen. Aber dass tat er genau so wenig. Da fällt mir nur T.i.M. ein.

Vamos passiar

September 25, 2009

Samstag 12.09-Sonntag 13.09.

Heute war bin ich mal wieder hoch zu Dieudonné gelaufen, um mit ihm einfach zu reden. Während dessen fragte er: „Vamos passiar“ (Let´s go). So fuhren wir mit ein Freund von ihm ohne, dass ich wusste wohin es geht los. Zuerst in den Busch, wo jemand ein neues Großes Haus am bauen ist. Und Diodonné soll bei dem Bau der Mauer helfen. Da aber die Bauherren nicht anwesend waren, war dieser Besuch quasi umsonst, zumindest für ihn. Ich konnte die tolle Natur begutachten und mich unterhalten. Danach fuhren wir nach Morrumbene, wo er den Fortschritt von Häusern für Mitarbeiter der Provinzregierung, deren Bau er leitet. So erfuhr ich auch mal was er sonst noch alles arbeitet. Nach vollbrachter Arbeit lernte ich ein bisschen Stammtischfeeling kennen. Wir saßen zu siebt um ein Tisch und trankten, währende wir uns unterhielten, über mehr oder weniger belanglose Dinge. Ich fand es super, dass ich richtig viel verstanden habe. Nur war eines sehr traurig. Wir sahen einen sehr betrunken Mann, der alleine ein Bier nach dem Anderen trank. Er trank so viel dass er durch die gegen torkelte, tanz und sang. Er um beim tanzen nicht so viel Bier zu verschütten stellte er es auf den Boden. Die Konsequenz war, dass er es mit den Füßen umgetreten hatte, wovon er sich anfangs nicht störte. Aber nach einer Weile kniete er sich hin um die Reste noch aufzuschlürfen. Aber es reichte ihm noch nicht so ging er hin und kaufte sich ein Neues. Worauf wir den Wirt aufforderten ihm nichts mehr zu geben, aber es ignorierte es. Geld ist Geld. Nachdem er dann doch irgendwann nach Hause ging, falls er den Weg dorthin fand, fuhren wir dann auch mal nach Hause, wo ich noch schnell Mering besuchte. Auf dem Weg dorthin traf ich dann einen Chemielehrer, der offensichtlich und riechbar betrunken war. Er wollte auch mit mir noch einen Heben gehen, was ich dann dankend abgelehnt habe, auch dass er noch nach Maxixe mit mir fahren will habe ich dankend abgelehnt. In dieser Nacht kam er nicht mehr nach Hause, erfuhr ich ein paar Tage später. Aber ich machte ich mich schnell nach Hause um noch die Blumen zu gießen bevor es völlig dunkel ist.
Am Sonntag ging ich mal wieder in zwei Gottesdienste. In den um sieben auf portugiesisch und danach in den auf Shizua. Wobei mir der erste wesentlich besser gefiel weil ich da was verstehe. In dem Anderen habe ich so gut wie gar nichts verstanden. Nur so viel, dass heute Abschlussgottesdienst der Herrenkonferenz der Gemeinde war. Zu dem Unglück, dass ich nichts verstanden habe, kam noch hinzu, dass der Gottesdienst nicht vorbeigehen wollte. So ging der Gottesdienst über drei Stunden. Am Nachmittag war wieder mal ein Fußballspiel, was bisher das tollste war was ich hier gesehn habe. Nicht nur, dass wir 2:0 gewonnen haben, sondern auch die Stimmung super. Die Tore fingen an, als ich mit gesungen habe. Es ist das ein Zeichen?

Montag 08.09 – Freitag 12.09.

Heute hatte ich frei, weil heute Feiertag war. Aber heute war ein interessantes Fußballspiel. Es ging zwar 0:0 aus, aber während des Spieles wurden drei oder vier gelbe und zwei rote Karten verteilt und das bei einem Freundschaftsspiel. Danach ging ich noch mal zu Daniel (ein Amerikaner), weil sein Haus auf dem Weg liegt. Wie haben abgemacht, dass wir mal zusammen was essen und dann uns auch mal bei mir schön unterhalten können. Das ist für mich insofern wichtig, weil meine Englischkenntnisse ins Bodenlose sinken sollen. Am Dinstag kam jemand zu mir für Hilfe in Mathe. Ich wusste schon vom Lehrer, dass er schlecht in Mathe ist und habe ihn schon häufiger gefragt ob er denn nicht Hilfe bräuchte. Aber heute kam er das erste Mal und es war das erste mal das ich aufgegeben habe. Es waren drei Kreise zu berechnen und nachdem wir nach über einhalbstunden nicht fertig waren, wusste ich nicht mehr weiter. Ich habe noch solche gravierende Probleme in Mathe gesehn und ich habe schon einiges im Förderzentrum gesehn.
Am Tag darauf ist Dieudoné von seiner Reise um Zuchtbullen zu kuafen zurückgekehrt, woraufhin ich ihm natürlich ein Besuch abstattete. Er ist hier quasi mein Nennonkel geworden, weil immer wenn ich was brauch kann ich zu ihm gehen und mit ihm reden. Auch ist immer gut, wenn man wieder was zum Lachen braucht,denn er hat immer was Witziges auf Lager.
Am Donnerstag war ich dann endlich ein kaufen um meine Vorräte wieder aufzufüllen. Das heißt in die Stadt zu fahren, weil man kriegt hier nur das Notwendigste und außerdem musste ich mal Geld von Bank abholen. Genau da fing unsere Stadtfahrt an und dauerte an. Denn dann will ich doch mit meiner Karte Geld abholen, aber der Automat sagt mir ich soll es später nochmal probieren, was aber auch nicht half. So geht man in die Bank um Geld abzuholen, aber wenn man nicht am Automaten das Geld abholt braucht man ein Scheckbuch, dass ich nicht habe. Nach langem Hin- und Herüberlegen überwies ich das Geld was ich brauche auf Dieudonés Konto, der es dann für mich abgehoben habe. Ja das ist etwas komplizierter. Auch das Einkaufen ist Vorgang für sich. Um billiger Wegzukommen wird das in einem Gemischtwarenladen, Tomaten von einer Ladefläche eines Autos, …. . Auf unserem Rückweg sahen wir dann, wie die Direktorin vom Waisenhaus den ersten Teil ihres Umzug leiste. Sie zieht um nach Xai Xai, weil demnächst eine neue Direktorin kommt. Das ist geht von der neuen Bischöffin aus, die Zustände im Waisenhaus nicht so lassen will. Jetzt ist nur die Frage wann die Neue Direktorin kommt und ob sich dann auch was tatsächlich ändert. Ich bin etwas skeptisch, aber ich keine selbstvorhersagenden Befürchtungen äußern. Auch ist etwas traurig, weil die Amelia, bald ehemalige Direktorin, acht Jahre in diesem Waisenhaus gearbeitet hat. Wollen wir hoffen, dass diese Entlassung umsonst war. So ging ich am Abend wieder ins Mädcheninternat zum Gottesdienst. Bloß ich verpasste ich den Moment, als sie in die Quartiere gingen um zu beten. So ließen sie mich alleine. Und ich war ein gefundenes Fressen für die weiblichen Jugendliche. So zwangen sie mich mit sechs Personen gleichzeitig zu unterhalten und versuchteten mir ein paar Worte in Shizua und Shangana gleichzeitig bei bringen. Dann wunderten sie sich noch, dass ich etwas überfordert war. Auch wollten sie mich festnageln was ich denn an einer Frau toll fände, ob deutsche oder mosambikainsche Frauen schöner sind, ob ich nicht hier heiraten wolle, … .Ich versucht so Diplomatisch zu sein wie nur Möglich, war aber nicht leicht. Aber für mich war das alles ein tolles Gefühl so im Mittelpunkt zu stehen, auch wenn es etwas anstrengend ist. Danach wurden Mering, ein Freund von mir, und ich dann auch eingeladen noch zum Abendessen zu bleiben. Was dann wir dann auch taten wonach wir dann nach Hause gingen.
Am Freitag war Amelia noch nicht zurückgekehrt, so holte ich dann die Hälfte aller Schulkinder vorm Fernseher weg, in dem gerade ein Horrorfilm in schwarzweiß lief. So passt heute das Sprichwort: „Ist die Katze aus dem Haus, so tanzen die Mäuse auf den Tischen.“

Samstag 05.09.-Sonntag 06.09.

Das Wochenende fing gemütlich an. Nachdem ich schön ausgeschlafen habe, suchte ich vergeblich in meinem Brotkorb Brötchen. So machte ich mich erstmal auf den Weg ein zu kaufen, weil die Küche auch nicht gerade voll von Vorräten war. So ging ich zu unserem kleinen bescheidenen Markt um Brot zu kaufen aber meine Hoffnung wurde ziemlich bald zerstört. Ein Student kam mir entgegen und beklagte sich, dass es kein Brot gäbe. So ging ich weiter um wenigstens ein bisschen Salat und Eier im Projekt ein zu kaufen. Die Einkäufe zu Hause verstaut hatte ich ja immer noch kein Frühstück. Aber man hat ja noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. So ging ich zum Waisenhaus vielleicht haben sie heute nur später Brötchen hergestellt. Nein auch hier bin ich nicht fündig geworden, weil derjenige der für die Brötchen zuständig ist nicht da war. Das Frühstück bekam ich dann aber doch auf meinem Rückweg. Denn Kinder vom Waisenhaus ernteten Kokosnüsse, von welchen ich dann drei oder vier vertilgen durfte. So war doch der Tag gerettet
Am Sonntag war ich in zwei Gottesdiensten. Nämlich wie gewohnt bin ich den Portugiesischen Gottesdienst um sieben Uhr morgens und danach holte mich ein Freund zu Hause ab um nach Bethlehem zu wandern. Das ist eine Nachbargemeinde die es schon sehr lange gibt. Hier ist natürlich der Gottesdienst komplett in Schizua, aber schön traditionell. Die Frauen sitzen links, die Kinder in der Mitte, auf dem Boden und die Männer rechts. Hier sah man auch gehäuft alte Menschen die man hier etwas vermisst, denn es es gibt von ihnen nicht so viele wie bei uns. Auch die gesangliche Qualität war besser, auch wenn die in Cambine schon sehr gut ist. Also war es kleiner, schöner und vor allem ein kurzer Gottesdienst von nur eineinhalb Stunden. Zu Mittag war ich dann bei Luisa, meiner zukünftigen Gastgeberin, eingeladen. Also wie schon erwähnt lebt sie mit ihrem Sohn und Neffen in diesem Haus. Der Neffe ist schon eigentlich ein zweiter Sohn. Sie nahm ihn nämlich sehr früh auf, weil die Mutter Alkoholprobleme hat. An diesem Wochenende war dann noch der Vater zu Besuch. So saß ich mit meiner baldigen kompletten Gastfamilie zusammen. War auch schön sich zu unterhalten oder eher gesagt vom Herren im Haus unterhalten zu werden, wie sich das gehört und der Rest war eher still. Aber ich denk das wir anders sein wenn der Vater nicht da ist. Sogar das Gespräch quasi nur mit dem Vater war gut, auch wenn alle paar Minuten mich gefragt: „Hier ist es schon schön in Mosambik/Cambine“. An dem Tag habe ich auch das erste Mal Maisa richtig sauer erlebt, weil die Studentinnen für die Fußballer kochten. Ein Lehrer, der auch im Team spiel, „befahl“ ihnen das. So befohlen auch ausgeführt. Das Problem daran was Maisa aufgeregt hat, dass die Spieler Ehefrauen haben die sie bekochen könnten. Ich mein stellt euch mal diese Situation bei dem Theologischen Seminar in Reutlingen vor. Ein Professor sagt zu Studentinnen: „Kocht für uns am Wochenende“. Hier wird dem Lehrer was das angeht nicht widersprochen.

Und wieder zurück im Dorf

September 14, 2009

Montag 31.08 – Freitag 04.09

Fuhren wir dann zusammen ineinem Minibus in der Größe eines Chapas wie der nach Hause. Es war zwar nicht so gemütlich wie im T.C.O. aber familiärer . So haben wir uns fröhlich unterhalten können. Und ich konnte in einem Ort auch noch Ananas kaufen, weil mir wurde gesagt, dass sie dort sehr billig seien. In der Tat ich habe sechs Stück für umgerechnet 2,40 gekauft. Und auch konnte ich an der Kreuzung nach Cambine aussteigen und musste nicht bis Maxixe fahren. Von dort aus aus nur noch mit dem Chapa nach Cambine. Was doch sehr abenteuerlich ist. Weil es gibt verschiedene Formen des Chapa. Zum einen habt ihr schon gehört, gibt es Minibus und aber auch noch Pick-ups. Auf der Ladefläche werde dann die Passagiere transportiert. So passen bis zu 20 Personen da drauf, bzw. werden damit transportiert. Bei meiner Fahrt waren es ja „nur“ 16. Trotzdem musste ich stehen. Mir wurde gesagt wie man sich hinstellt wo man sich festhält etc. Ja Chapafahren muss gelernt sein. Auch weil die Straße nach Cambine aus Sand besteht und nicht gerade eben ist. Dort angekommen traf ich gleich einen Freund, der mir tragen half. Den Rest des Tages habe ich dann mich ausgeruht, weil so ne Fahrt ist nicht ganz unanstrengend.
Am Dienstag ist Dieudonné nach Tete eine Provinz im Norden um Kühe zu kaufen. Mal schauen wann er zurück kommt. Aber interessanter war am Mittwoch das Spiel der Studentinnen gegen die Schülerinnen der Berufsschule. Was doch sehr unterhaltsam war, denn hier kam zu dem Zufallsfaktor Boden noch Frauen hinzu. Weil ob sie den Ball tatsächlich treffen, schien wirklich durch Zufall bestimmt zu sein und wenn sie es schaffen dann ist die Frage wohin. Bei dem Spiel kam es aber auch nicht darauf an, es ging ums Spiel und den Spaß, da können sich die Männer was abkucken. Auch die Zuschauer hatten ihren Spaß weil es nicht nicht immer unwitzig ist, wenn man den Ball Wege fliegen sieht die man sich vorher gar nicht vorgestellt hatte. Auf jeden Fall ging 0:0 aus.
Am Donnerstag habe ich mich mit einem Jugendlichen aus den Waisenhaus unterhalten können. Der hat mir dann Mal hier das Notensystem erklärt. Weil das ja selbstverständlich auch ganz anders ist. Nur ganz kurz Hier gibt es Punkte von 0-20. Sie müssen kucken dass sie nicht unter 10 Punkte kommen. Er beklagt sich, wegen der Korruption an der Schule. Er verständlicher Weise benachteiligt, weil er für seine Noten arbeiten, während andere dafür bezahlen oder nur einfach der Sohn von dem Lehrer ist. Sie im Waisenhaus sind kein Sohn von irgendjemanden wichtigen Personen und haben auch nicht das Geld. Er konnte mit auch ungefähr die Preise sagen. Sie seien unterschiedlich, je nach Lehrer, aber so zwischen 1000 und 2000 mt (25-50 €), kann man eine Note am Ende des Jahres verändern um für das Examen zugelassen wird. Das ist doch sehr traurig, aber leider die Realität. Am nächsten Tag erfuhr ich, dass dies noch schlimmer ist.
Ich habe nämlich mit der Lehrerin Luisa, die meine zukünftige Gastgeberin ist (ab Anfang Oktober). Sie erzählte mir, dass es auch durchaus nicht wenige Schülerinnen sich für bessere Noten sich prostituieren. Dies soll auch bis vor etwa 10 Jahren im Theologischen Seminar so sein. Hier sind die Meisten Lehrer Pastoren, da erwartete ich erst recht nicht. Danach erblickte ich schon mein Quartier. Hier werde ich dann mit einer Familie leben. Luisa lebt mit ihrem Sohn und ihrem Neffen hier. Ihr man lebt in Maputo. Das ist ja nicht all zu ungewöhnlich wie ja schon mal erwähnt habe. In diesem Haus werde ich dann kein Internet, kein Telefon und auch keine Dusche mehr haben, aber werde Abends nicht mehr so einsam sein. Also noch könnt ihr mich noch einfach anrufen ohne sich vorher irgendwie ab zu sprechen.

T.i.M This is Mosambik

September 8, 2009

Diesen Ausdruck habe ich am wochende gelernt. Immer, wenn was mosambikanisch bedingt nicht so funktioniert oder so gut wie nur hier passiert, passt dieser Spruch.
Also mich würde ich Interessieren wieviele T.i.m´s, also Situationen oder Begebenheiten ihr finden könnt. Schreibt eure Lösung einfach als Komentar.

Dienstag 25.08.- Donnerstag 27.08.

Heute bin endlich nach drei Tagen Pause wieder arbeiten gegangen. Es ist nämlich so, dass ich sehr gern mache und es mir sogar Leid tat, dass ich gestern nicht da sein konnte. Nun ja heute waren die kleineren Kinder alle in der Schule, weil da irgendetwas besonderes war. Also war meine Kollegin schon wieder zu Hause. So habe ich meine Schüler gefragt, ob sie überhaupt dann heute Unterreicht haben wolle, wenn die anderen gar nicht da sind. Darauf kam ein Selbstverständliches „Ja“. Das war doch eine Bestätigung die man sich als Lehrer sich normal nur wünschen kann, aber nie bekommt. So war es wieder gelungen, aber trauriger war heute, dass ich angebettelt wurde. Das ist das erste mal für mich hier in Cambine. Eine ältere Frau versuchte es mit Schizua, weil sie wahrscheinlich nichts anderes kann. Nur ist sie irgendwie davon ausgegangen, dass ich doch so ein bisschen was verstehe. Aber irgendwann, kam dann auch ein portugiesisches Wort „Dinheiro“ (Geld). So war es dann klar. Aber ich werde hier kein Geld verschenken, ich werde vielleicht was kaufen oder oder sie für eine Tätigkeit bezahlen, aber ganz sicher nicht verschenken. Dann kamen Kinder von der Grundschule runter und die haben nach Essen gefragt. Als hätte ich immer für vier Kinder was zu essen dabei. Aber diesen Kinderaugen kann man ja kaum etwas abschlagen. So brachte ich am nächsten Tag jedem ein kleines Päckchen Gummibärchen mit. Woraufhin die Frage kam, muss man das noch irgendwie zubereiten. Es kann vielleicht ein Fehler sein ihnen was zu geben, weil dann kommen sie häufiger. Auch wenn ich betont habe, dass es eine Ausnahme sei.
Heute ist der Tag vor der Abreise Günthers nach Portugal zum Sprachkurs. So war ich heute Abend bei ihnen eingeladen zu Abendessen um nochmal die Sachen abzuklären, wenn ich alleine in deren Haus wohne. Wir haben noch uns bis spät unterhalten. Die Möglichkeit habe ich im nächsten Monat nicht mehr. Aber nun ja ich werde es überleben. So sind sie dann ab Donnerstag früh nach Maputo gefahren und ich am Nachmittag wieder umgezogen. Das heißt alles Zeug zusammen packen In ein Auto packen und 100m später wieder auspacken. Irgendwie kommt mir vor, dass es mehr wird, weil zu meinem Koffer, Rucksack und Gitarre noch ne Mülltüte hinzukam. Ich glaube nicht, dass es mehr wurde. Es liegt wohl daran, dass ich bei weitem nicht so gut Koffer packen kann wie meine Muter. Aber zum Glück muss ich ja nicht mehr so häufig umziehen, maximal noch drei Mal. Nach der Umzieherei bin ich dann wie gewohnt am Donnerstag zum Gottesdienst im Mädcheninternat gegangen. Es kam mal wieder was Neues auf mich zu. Nach dem Gottesdienst sind wir, zwei Stundenten, ein Schüler und ich, ins Quatier der Mädchen gegangen. Hier bildeten wir so eine Art Seelsorgerteam. Wir teilten uns auf und gingen zu einzelnen Betten, in denen Mädchen lagen, den es gerade nicht so gut geht. Mit ihnen haben wir dann geredet und danach für sie gebetet. Ich durfte wieder auf Deutsch beten. :) So weit so gut. Aber für mich erschreckender, als die Sorgen oder Krankheiten, war die Lebenssituation im allgemeinem. Ein kleiner Bericht über das Internat. Also es leben etwa 180 Mädchen in zwei Häuser. In diesen Häusern gibt es keine richtigen Zimmer, es sind nur ein paar Wände eingezogen, damit sie nicht direkt nebeneinander schlafen müssen. Es gibt nur zwei Eingängen. Also wenn du in dein Bett gehst muss du in dem einen Mittelgang unter um Ständen an allen Betten vorbei. Also von einer Privatsphäre kann nicht die Rede sein. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man in einem Saal von 80 Leuten dauerhaft schlafen kann, weil es wird ja sicher nicht leise sein. Ich mein ich kenn das ja von Konferenzjugendtagen in Turnhallen. Dazu kommt, dass nur etwa ein viertel dort ein Moskitonetz haben, was das Malariarisiko erheblich senkt So wunderte es mich nicht, dass ein zwei Mädchen, für die wir gebeten haben, an Malaria erkrankt sind.

Für die jenigen die nicht all zu viel Zeit haben für den nächsten Artikel eine ganz ganz kurze Zusammenfassung:

Lange Reise – mit Hilfe eines Kondom und von einer Freundin angekommen. Zu spät gekommen zur Zeremonie, weil eingeschlossen. Viel gefeiert und gegessen.

Wem das nicht reicht oder etwas Erklärung bedarft der muss halt sich den Text unten an tun.
Freitag 28.08.

Ihr habt sicher gemerkt ich bin etwas wortkarg. Ich brauche noch Worte für den Heutigen Tag bzw. Wochenende. Was ist heute besonderes? Ich bin gerade auf der Fahrt nach Beira um den Abschluss einer Freundin, Stella zu feiern. Das sind etwa 700 km weiter nördlich. In Deutschland wären das etwa sieben Stunden. Das dass hier nicht so ist wisst ja bereits.
Ich bin heute extra früh auf gestanden, weil der Bus um 8:30 in Maxixe abfahren sollte. Und Maxixe ist etwa eine dreiviertel Stunde von Cambine entfernt. Wohin ich von Dieudonne gefahren wurde. So angekommen hieß es warten, wie so selten in Afrika. Das Erste was man in Afrika lernen soll ist auch dem entsprechen Geduld. So wartete ich etwa eine dreiviertel Stunde. Wonach dann zum Glück ein Bekannter von Dieudonne zurück kam, der mir dann sagen konnte, dass der Bus zwei Stunden Verspätung hat. So konnte ich noch etwas in der Stadt herum gehen und auch meine Bankkarte abholen. Die ich so gut wie sofort bekommen habe und das ohne, dass ich was sagen musste. Der Bankangestellte erinnerte sich an mich und rief mich dann auf und ich bekam meine Karte. So ging ich danach wieder zu Haltestelle des Busses um dort zu warten. Der Bus kam dann auch tatsächlich um 10:30. Eine Angestellte des Bauunternehmen stieg aus und rief meinen Namen (falsch) als erstes auf, weil ich schon ein Ticket hatte und damit auch eine Platzreservierung. Sie zeigte mir mein Platz. An diesem lag schon ein Packet mit Brötchen, Muffin und Getränk für mich. So saß ich mich auf den den Gemütlichen Sitz und hatte auch genug platz, weil auch der Platz neben mir frei blieb. So fuhren wir los und ich kann nochmal die tolle Natur von Mosambik begutachten, sogar besonders gut weil ich oben in der dritten Reihe saß. Auch das sehr angenehm mit Klimaanlage und auch einer wirklich sauberen Toilette. So sind wir gut gerüstet für eine lange Reise. Und die Reise war super bis es etwa dunkel wurde. Dann hielten wir plötzlich an, aber ich wollte nicht mit schlechten Gedanken das Geschehen beeinflussen, so fuhren wir auch nach einer viertel Stunde weiter. Aber schnell haben wir wieder angehalten, dann musste ich wohl einsehn, dass es doch wohl was Schlimmeres ist. Die Angestellte fragte dann auch noch, ob wir denn ein Kondom hatten um was zu reparieren. Ich dachte ich höre nicht richtig oder ich versteh nicht richtig die Sprache, aber ich habe es richtig mitgekriegt. Es hatte auch jemand ein Kondom für den Bus übrig. Ich weiß bis heute nicht was man im Bus damit reparieren kann. Mir wurde es zwar gesagt, aber ich habe es nicht verstanden. Nur so viel, dass am Motor lag, der die Erschütterungen der Schlaglöcher nicht vertrug. So ging dann auch mal raus um mir die Beine zu vertreten. Die Stimmung war durchaus heiter. Man hat sich Überschriften für Zeitungen überlegt wie: „Mama T.C.O. hat Problem – Lösung: Präservativ“(T.C.O ist das Busunternehmen). So ist in diesem Unglück mal wieder was Gutes, weil ich kam draußen mit jemanden ins Gespräch. Als ich über meine Arbeit in Cambine erzählt kam raus, dass er auch in der methodistische Kirche tätig ist. Darüberhinaus ist aus dann aufgefallen, dass wir uns schon mal sahen. Er holte unsere Gruppe 2006 vom Flughafen ab und ermöglichte uns, dass wir damals das WM-Spiel Deutschland-Argentinien sehen konnten. Das bis auf meine Wenigkeit damals alle schon wegen dem Zoll abgeschrieben haben. Aber derjenige mit dem ich mich unterhielt hatte es geschafft den Zollbeamten zu Überzeugen, dass wir einfach durchgehen konnten. Das sieht man wieder wie klein unsere Welt ist und noch winziger die methodistiche Kirche, So konnten wir dann nach einer halben Stunde weiter fahren. Es war vielleicht „safer Bus“ aber nicht „faster“. Im Gegenteil wir fuhren mit etwa 60 km/h sehr langsam. So tuckerten wir langsam vor uns hin ohne wirklich weiter zu kommen. Aber immerhin hatte das Kondom gehalten. Nun sahen wir schon ein Schild mit: Beira 40km. Die Freude in einer dreiviertel Stunde endlich an zu kommen wurde uns schnell genommen. Denn 20 km vor dem Ziel ging ein Polizist auf die Straße visiert uns an und hält uns an. Es war 23:00 und die gute Stimmung ist jetzt auch völlig verflogen. Aber warum stehen wir hier und fahren nicht weiter? Ganz einfach hier gibt es ein Gesetz, dass Busse nicht mehr nach 21:00 fahren dürfen. Und mehrfaches Betteln, dass man nicht eine Ausnahme machen könnte,half auch nicht. Hätte mich nicht Stella abgeholt, hätte ich die Nacht im Bus verbracht. Sie hatte sich auch rührend um mich gesorgt und in den letzten Stunde alle halbe Stunde angerufen, wo ich denn sei. Aber bevor jetzt falsche Gedanken kommen, sage ich kurz und knapp sie ist vergeben und zeigt auch kein Interesse in dieser Richtung. So bin ich dann 24:00 in Beira angekommen. So hatte ich eine Reise von 13,5 Stunden hinter mich gebracht. Die Passagiere, die in Maputo um 3:30 einstiegen 20,5 Stunden. Aber trotz alle dem war die Fahrt toll, weil ich mal Mosambik auch nördlich Cambine sehen dürfen, was übrigens nicht minder schön ist. So viel ich dann auch recht schnell völlig ermattet ins Bett. Ich schlief mit drei Cousengs in einem Zimmer. Was haben wir von dem Tag gelernt? T.C.O. nie ohne!

Samstag 29.08

Ich bin schon um sechs Uhr wach geworden und konnte nicht mehr einschlafen, aber ich war trotzdem zu faul aufzustehen. Als dann einer aus dem Zimmer ging um ins Bad zu gehen bin ich dann doch aufgestanden. Aber das Zimmer konnten wir nicht verlassen, weil beim letzten Schließen ist das Schloss kaputt gegangen. Und wir konnten nicht die Tür öffnen. Nachdem es mit Schlüssel nicht funktioniert, mussten wir es knacken. Mit einem Messer aus Solingen einem Schraubenzieher und einer halben Stunde konnten wir uns dann befreien. Stella war schon auf dem Weg zu ihrer Zeremonie, während wir kurz frühstückten. Weil all zu spät wollten wir nicht kommen. Aber als dann das Taxi zu spät kam um uns abzuholen, kamen wir all zu Spät. So verpassten wir fast den ganzen katholischen Gottesdienst, denn es ist eine katholische Universität. Der war im Innenhof der Universität. Vorne auf einer Bühne saßen Priester und Konsorten. Und die Zuschauer waren geteilt. Die die eine Einladung hatten saßen vor der Bühne unter einem großem Zeltdach, die anderen standen außen rum. So auch die Cousengs und ich, wobei ich nach kurzer Zeit zu Platz gebten wurde. Nach dem Gottesdienst zogen Priester von dannen. In einer kleinen Pause wurde die Bühne etwas für die Diplomübergabe umgebaut. Dann fing es wieder an und die wichtigen Personen betraten die Bühne. Das wären unter anderen der Dekan, der Bischof und der Gouverneur der Provinz. Die dann auch noch alle was sagen wollten, woraufhin ein paar Studenten Dankreden hielten. Danach wurden die Diplome verteilt. Zuerst waren die Bachelor dran, die in blauen Anzügen und einer Scherbe der Uni gekleidet waren. Stella wurde als erstes aufgerufen, weil sie mit 80% die Beste des Jahrgangs war. Die Mutter von ihr, die neben mir saß, fing vor Freude zu heulen an. So wurden dann alle nacheinander aufgerufen bis die Master dran kamen, die mit schwarzen Roben und diesem komischen Hut gekleidet waren. Nach der Zeremonie und vielen Fotos gingen wir dann in einen kleinen Ballsaal neben der Kathedrale. Da waren dann vier große Tische mit Essen bereitet. Also es gab Chamusas, kleine Pasteis, Garnelen, Pasteis de Nata, Küchlein e muito mais.(und vieles mehr) Nach dem man sich an dem ganzen Fingerfood satt gegessen hatte, gab es Kuchen und Sekt, der hier immer Champanger genannt wird. Mit vollen Bäuchen sind wir nach Hause gefahren, wo wir uns dann etwas ausgeruht haben, weil am Abend ging es ans Feiern. Ein paar Studenten organisierten eine kleine Feier. Dort waren wir dann mal pünktlich um 19:30 da, so wie es auf der Einladung stand. Stella und ich waren die ersten, so hatte ich auch das Vergnügen als dann um 20:00 ein paar weitere Gäste kamen, sie an den Tisch zu führen, weil die Studenten die das machen sollten nicht da waren. Und um 21:30 waren dann auch genug da um das Fest zu beginnen. Das heißt das Buffet wurde eröffnet, was wieder viel gutes Essen heißt und danach auch wieder Kuchen mit Sekt, das scheint hier wohl üblich bei Festigkeiten zu sein. Danach tanzen, tanzen, tanzen, und noch mehr tanzen. Das war wieder mal richtig klasse zu feiern. Zu Musik tanzen und mal das ein oder andere Bier zu trinken, hatte ich ich jetzt lange nicht mehr. Leider mussten wir schon um 2:00 gehen, weil Stella am Sonntag zurück nach Maputo wollte. So fuhren wir wieder mit dem Taxi nach Hause. Taxi ist nicht so teuer wie bei uns durch die Stadt zu fahren kostet etwa 1,50 bis 3,00€. Zu Hause verriegelten wir mit zwei dicken Eisenstangen die Tür und gingen ins Bett.

Sonntag 30.08

Als ich aufstand war ich verwundert, dass Stella noch da war. Der Minibus, mit dem sie fahren wollte, fuhr nicht um 3:00. Nun gut ich sah es positiv, so können wir zusammen fahren. Nach dem Matabicho (Frühstück mosambikanisch) gingen Stella und ich in den Gottesdienst. Es war zwar schon 10:30 und der Gottesdienst hat schon um 8:30 angefangen, aber ihr wisst ja, dass das hier etwas länger dauert und es nicht schlimm es wenn man zu spät kommt. Heute war auch nochmal Erntedankgottesdienst. Hier gibt es nämlich zwei Erntedankgottesdienste in einem Jahr. Mir wurde erklärt, dass man im Ersten an den Geburtsort gehen kann und im Zweiten dann am Wohnort. Auch wenn hier deer Geburtsort eine wesentliche größere Rolle spielt wie bei uns, glaube ich nicht an diese Begründung. Wenn ihr mich fragt ist das nur um eine größere Kollekte zu kriegen. Hier Beira ist es sogar so, dass es für heute für die Kinder ist und die nächste Woche für die Erwachsenen. So kamen wir in der noch nicht fertigen Kirche an. Für mich sieht das super aus in großen Haus nur mit Dach und und riesige Löcher für Fenster. Und ganz viele Leute darin und draußen. Als wir ankamen und es zum glück noch nicht die Kollekte angefangen. Weil ihr wisst das ist der Höhepunkt des Gottesdienst. Uns wurde dann natürlich, wichtig wie wir sind, ein Platz in der ersten Reihe angeboten. So konnte ich alles super beobachten und auch Fotographieren. Es lief ähnlich wie ich es schon kenne, nur dass die Gruppen der einzelnen Gemeinden aus Kindern bestand. Auch anders ist, dass sie sich viel mehr Mühe geben als die Erwachsenen. Die Gruppen haben alle drei Lieder mit Choreographie verschiedene Sprüche und ein kleines Theaterstück eingeübt. Ich weiß ja was das für eine Arbeit und wieviel Zeit das kostet. Auf jeden Fall waren alle super Klasse. Danach kamen die Zeit der Gäste dran, wo wir uns dann vorgestellt haben. Stella war richtig stolz auf mich, dass ich nicht nur den Namen vorstellte. So wurde auch hier wieder die Zeit zum Zählen der Kollekte überbrückt mit Gesangseinlagen von einzelnen Gemeindemitgliedern. So sang auch Stella und sie kann auch wirklich super singen. Aber die Zeit hat beiweitem nicht so lange gedauert wie hier in Cambine (zum Glück). Die Kollekte kam auf etwa 17000 mt, davon 1600 und 300 rand der Gäste, welche Schale ich in der Hand hatte. Normaler weise geht nach einem Segenslied nach Hause, aber es fehlte noch was im Programm. So hatte ein Junge der die Liturgie den Vorsitz der Jury aufgerufen. Jetzt kam nämlich die Siegerehrung. So gab es für die Nordzone und Südzone die Plätze 1-3. Alle kriegten ein Holzschild mit der Platzbezeichnung und Süßigkeiten von wichtigen Personen aus der Gemeinde überreeicht. Aber danach war es tatsächlich dann vorbei als dann die Pastorin aus Maxixe, weil der Pastor von Beira in Deutschland in Wuppertal am runden Tisch sitzt.

Mittwoch 19.08

Heute ist mir ein Durchbruch in Mathe gelungen. Ich konnte einem Schüler der neunten Klasse das Rechnen über die Null oder unter die Null beibringen. Das heißt kurzgesprochen rechnen mit dem Vorzeichen Minus. Ihr habt ja schon mitbekommen, dass das nicht die leichteste Übung für einen Mosambikanischen Schüler ist. Nun ja für mich ihm das beizubringen auch nicht. Also ich versuchte das auf meine bekannte Weise zu erklären, das heißt wie ich das auch in der Schule gelernt habe. Also versuchte ich als erstes mit einem Zahlenstrahl der von Minus ins Plus reicht. Also man fängt bei der ersten Zahl an und geht so viel Schritte, wie die Zahl es dir es sagt je nach v
Vorzeichen nach rechts oder links. Das hat auch so eigenermaßen funktioniert, aber er konnte das sich im Kopf vorstellen und einen Zahlenstrahl von -50 – +50 ist schwierig auf zu zeichnen. Also musste ich mir was anderes einfallen lassen. So versuchte ich ihm das Rechnen mit Schulden näher zu bringen. Ich malte ihm sogar Männchen auf, die sich gegenseitig was schulden. Aber es blieb dabei, es gibt anscheinend keine „minus“ Bananen und so auch keine „minus“ Geld. So war schon eine Stunde vergangen und ich war etwas frustriert, da ich eigentlich mit meinem Latein am Ende war. Aber da hatte ich noch eine Idee, in die ich nicht so viel Hoffnung reingesteckt habe, weil sie das ganze normalerweise für unser Verständnis komplizierter macht. So habe ich nämlich für jeden Fall eine Formel aufgestellt, so dass er nicht mehr über die Null rechnen muss. Also zum Beispiel -a+b=-c wenn a größer als b ist und c=a-b. Das habe ich dann fünf Mal gemacht. Wie gesagt nicht gerade einfacher und ich habe ihm auch gesagt: „Ich weiß nicht, ob das dir hilft oder dich noch mehr verwirrt.“ Aber es hat wie ein Wunder geklappt. Zwar langsam, aber es hat die Probe zu 100% bestanden. Mal sehn wie lange das hält Trotzdem war ich froh und so war das doch ein durchaus erfolgreicher Tag.

Donnerstag 20.08.

Ich durfte heute ein Neugeborenes besuchen. Und Babys von Schwarzen haben tatsächlich, wenn sie geboren werden, eine helle Haut. Nur die Ohrenspitzen waren schon dunkel. Das Kind war ja so goldig. Ich würde euch ja gerne auch den Namen verraten, aber es hat wie üblich noch keinen Namen, der kommt irgendwann später, wenn sicher ist, dass es die ersten Jahre übersteht. Das klingt traurig, aber es ist wahr. Es kommt jedoch noch schlimmer die Mutter ist maximal 17 oder 18 und besucht hier die Berufsschule. Das war sogar nicht alles. Denn fragt mich nicht, wer der Vater ist. Ich habe ihn nicht gesehn und habe mich auch nicht getraut nach zu fragen.. Weil der Raum war etwa mit 10-15 Personen voll aber darunter war keiner Vater. Dies ist hier häufiger der Fall, weil mir kommt es vor, dass das Kind wichtiger ist als der Vater. Das sind wieder Sachen die man eigentlich gar nicht von einem Land wissen will, die aber wohl oder übel dazu gehören.
Heute Abend war wieder mal Gottesdienst im Mädcheninternat. Letzte Woche ist er ausgefallen, weil die Stundenten, die sich darum kümmern sollten, es vermasselt haben. Der eine war Film kucken und hat es dem Anderen weiterdelegiert, der wiederum nichts gemacht hat, weil ich ihn nicht abgeholt habe. Also wäre ich ja summa sumarum der Schuldige, aber abgemacht war, dass sie mich abholen und als sie das nicht taten, bin ich alleine hingegangen und bin dann nach einer Stunde warten wieder nach Hause gegeangen. Ja das sind afrikanische Absprachen, aber es hat auch sein Gutes so habe ich den heutigen „Prediger“ kennengelernt und mich mit ihm ein bisschen unterhalten können. So hat vieles Schlechtes auch sein Gutes. Nun gut heute hat es wie gesagt geklappt; auch das Abholen (alles zu Fuß natürlich). So konnten wir nachdem, wir uns angemeldet haben eintreten. Als Mann kann man nicht einfach hier eintreten. Was auch vielleicht nicht das Schlechteste ist, denn es gibt schon genug schwangere Jugendliche auf den Schulen. Nun ja wieder zurück zum Gottesdienst, wo ich leider nicht so viel verstanden habe. Aber ich musste ein Gebet sprechen, aber ich durfte es in Deutsch halten. „Puhh“. Es war für die Kollekte, worin ich im Beten nicht die aller größte Erfahrung habe. So verstanden sie mich nicht und kicherten nur wegen der unbekannten Sprache ein bisschen. Wonach wir sprachen uns gegenseitig den Frieden zu „A PAZ“. Was unter uns zur geläufigen Grußformel wurde. Und es wurde noch ein Fest in Gottes Namen angekündigt. Was in der Garage von Massicame, dem Leiter der Mission, um 22:00 statt finden soll. Da bin ich mal gespannt wie das wohl wird.

Freitag 21.08

Heute habe ich erfahren, der Säugling, welchen ich gestern gesehn habe, ist Baby Nummer sechs im Waisenhaus, weil die Mutter auch als Weise hier lebt. Die ist mir vorher noch nicht so richtig aufgefallen, nur dass ich ihr mal in Mathe geholfen habe, aber da dachte ich nicht, dass sie dazugehört. Ich werde wahrscheinlich trotzdem nicht das Vergnüge haben den Vater kennen zu lernen. Nun ja wie gesagt das ist nicht all zu selten. Auch Fernbeziehungen gehören hier zum Alltag, das heißt die Mutter lebt mit den Kindern hier und Mann lebt und arbeitet in Maputo. Die Kinder haben zwar einen bekannten Vater, aber haben nicht so viel vom ihm, weil er nur alle viertel Jahr zu Besuch kommt. So auch bei der Familie, bei der ich am Sonntag zur Tauffeier eingeladen bin; aber dazu mehr am Sonntag. So jetzt erzähl ich doch lieber von dem besagten Fest am heutigen Abend beziehungsweise Nacht. Also man schimpft das offiziell: „Vigilia“ (Schreibweise ohne Gewähr).
Also die Gerage ist nicht die größte, somit wurde sie auch voll. Balken waren zuerst die Bänken, die ganz sicher für niemanden nicht zu hoch waren. Aber das ist ja nicht so schlimm, denn war so oder so nur für die Einleitung. Danach wurden die „Planken“ eingezogen um Platz zum Singen, zum Tanzen und zum Beten zu haben. Das sah dann etwa so aus: Wir bildeten einen Kreis und ein paar blieben schon in der Mitte stehen. Es wurde ein Lied angestimmt, welches jeder ausgenommen meiner Wenigkeit kannte. Es wurde dazu geklatsch, welches auch der Rhythmus fürs Tanzen in der Mitte war. Nach etwa zwei Liedern, was etwa 20 Minuten bedeutete, weil ein Lied immer zig mal wiederholt wird, wurde dann gebetet. Aber auch das Beten sieht etwas anders aus, wie man das vielleicht in unseren Breiten gewohnt ist. Denn alle beten gleichzeitig laut, so dass ein unglaubliches Gemurmel entsteht, indem sich einige in der Lautstärker unbedingt übertrumpfen wollen. Das ging immer etwa 5-10 Minuten. Beim zweiten oder dritten Mal habe ich mich mal interessiert, was sie da so lange und laut mit dem Vater in Namen Jesu zu bereden haben. Nicht, dass ich das schlimm finde wenn man mit Gott viel und laut reden kann. Auf jeden fall ist mir aufgefallen, dass sie sich oft wiederholen und recht oft die Worte „In Namen Jesu“, „Vater“ und „heiliger Geist“ benutzen. Wenn es lauter wird dann ging es meistens um so was, wie zum Beispiel, dass die Dämonen verschwinden sollen. Nach dem wir getanzt haben wurde noch was über Dämonen gepredigt. Diese wurden dann auch im Anschluss auch versucht aus zu treiben. Hier wurde dann die Hand aufgelegt und gebetet und die Dämonen wurden, dann mit lauten Rufen „Geh!“ oder „Verschwinde!“ förmlich aus den Köpfen geschrieen. Das war mir aber so fremd, dass ich mir das nicht ankucken konnte. So ging ich frische Luft schnappen. Danach wurden noch einige Gebetsanliegen vorgetragen wonach dann Schluss war. Es war nun 01:30.
Meine Güte war das vielleicht ein Erlebnis. Ich konnte, als ich zu Hause war, nicht einmal sofort einschlafen, weil ich noch so aufgewühlt war oder wollte ich einfach nicht von Portugiesischen Dämonen träumen. Ein kleiner Scherz am Rande. Sie glauben das aber auch hier mit so großer Überzeugung, dass ich ihnen nicht diesen Glauben absprechen will und kann. Ich werde aber sicher nicht solch ein Glauben bekommen. Und mir ist doch der Gedanke einer Untergrundsekte gekommen, wenn man diese Geragen und dadrinnen die mit Tränen überströmten aber vielleicht dämonenfreien Gesichter betrachtet. Ist dieser Gedanke auch nicht all zu weit hergeholt?

Samstag 22.08.

Heute habe ich nach der langen Nacht erstmal schön ausgeschlafen . Dann gemütlich gefrühstückt. Dann kam schon jemand der wollte, dass ich aus dem Haus komme. Und zeigt mir wie man Kokosnüsse pflückt.(bzw. sein Freund kletterte auf die Palme) Nur zur Information, ich lebe in einer Provinz, in welcher der Wald aus hauptsächlich aus Kokosnusspalmen und Mangobäumen besteht. Klingt das nicht idyllisch? Werden da welche neidisch? Aber weiter im Text, eigentlich wollte ich auch lernen eine Palme hoch zu klettern, aber als ich gesehen habe, wie der junge Freund da ohne Bedenken etwa 10 Meter eine gerade Palme hochklettert. Weiß ich nicht so recht, ob mir das nicht zu gefährlich ist. So schaute ich mir das aus sicherer Entfernung an, weil von einer Kokosnuss möchte ich nicht getroffen werden. So wurde mir beigebracht Kokosnüsse machen Plumps und wenn man sie gebrauchen kann (mit Kokosmilch) machen sie noch mehr plumps. So tranken wir vor Ort schon zwei, weil wir gar nicht so viel tragen könnten. Ich finde das ist eine schlüssige Erklärung. Dann wurden sie zusammen gebunden. Wie? Kokosnüsse hängen zu mindestens nicht hier, so an den Bäumen wie ihr sie aus dem Supermärkten kennt. Sie haben noch eine faserige dicke Schale, in der die Feste Nuss eingebettet ist. Und mit so kann man sie zusammen binden, wenn man sie ein bisschen anschneidet. So trugen wir zu ihm nach Hause und dort wurden sie dann unter den Theologiestundenten verteilt. Danach schauten wir ein Fußballspiel an, welches das Seminar 3:1 gewonnen hat. Auf dem Heim gingen wir noch bei seiner Kusine vorbei, die gerade Plätzchen gebacken hatte. Wo ich dann sofort eine Handvoll probieren musste. Nicht dass das ein Vergnügen ist, aber man fühlt sich immer so doof, wenn man Anderen Essen wegisst. Sie waren aber auch wirklich sehr lecker. Das ist hier so, den Gästen ist das beste. Wenn man nur noch eine Cola hat wird diese Angeboten.

Sonntag 23.08

Heute habe ich knallhart verschlafen. Das ist das erste Mal hier in Afrika. Ich habe einfach nicht den Wecker gehört. Es gibt Afrikaner, die würden sagen: „Gott hat das nicht gewollt, dass ich heute morgen den Wecker gehört habe.“ Aber diese Begründung hapert ein bisschen wenn man den Gottesdienst verschläft. So ging ich heute Morgen nicht in den Gottesdienst. Das war auch nicht so schlimm, weil die meiseten zur Distriktskonferenz des Frauenwerks (wenn man es so nennen will) gefahren. Also hier in der methodistischen Kirchen gibt es mehr oder weniger selbständige Abteilungen, die wie ein Verrein organisiert sind. Das wären wie schon er wähnt für Frauen, Männer und Jugendliche, die sich auch jährlich treffen um den Vorstand zu wählen und was noch auf der Tagesordnung liegt. So haben alle auch bestimmte Gebetsleidung, habe ich mir sagen lassen. Die Kleidung für Frauen habe ich dann auch am Nachmittag gesehn. Da war ich, wenn ihr euch noch daran erinnert, eingeladen gewesen. Ich kam mit Günthers zehn Minuten zu spät an, waren aber trotzdem mit den Taufpaten die ersten. Ja die afrikanische Pünktlichkeit! So gleich kam das kleine sehr goldige Mädchen was getauft wurde auf mich zu. Es hat mich in ihr Herz geschlossen und verließ mich auch selten bei diesem Fest. Mit ihrem kleinem weißem Kleidchen, was schon durch das Spielen im Sand schon nicht mehr ganz weiß war, sah sie super schick aus. Sie kannte mich schon vorher und grüßt mich auch immer ganz laut wenn ich an ihrem Haus vorbei gehe. Das passiert nicht all zu selten, weil sie Nachbarn sind. Ein großer Tisch mit dem Buffet war draußen im Schatten eines großen Mangobaums gestellt. Zum Hinsetzen waren einige Stühle und Bänke gerichtet. Zum Essen gab es einiges: Angefangen bei Hühnchen und Reis (wer hätte es gedacht?) über Fisch und Maisbrei bis zu zwei großen Kuchen. Dieser wurde dann auch, als das Buffet offiziell eröffnet wurde, von Kind, dessen Eltern und den Paten feierlich angeschnitten. So fing das große Essen an und nach etwas miteinander erzählen , fing die Geschenkzeremonie an. Die sah so aus, dass die Familie zusammen saß und die Gäste sich mit den Geschenken in eine Reihe stellten. Dann wurde mit Gesang die Geschenke überreicht. Danach hat erstaunlicher Weise sich das Fest ziemlich schnell, wie von selbst aufgelöst. Es war schönes Fest, aber die Folgen waren auch bald zu spüren, wobei ich nicht wirklich weiß, ob es tatsächlich vom Essen kam. Aber wenn ja dann hat nicht nur vieles Schlechtes sein Gutes, sondern auch vieles Gutes sein schlechtes.

Montag 24.08.

Die Folgen waren so nachhaltig und stark, dass ich in der Nacht sechs mal wach wurde um aufs Klo zu rennen. Ich möchte aus Rücksicht nicht weiter ins Detail gehen. Nachdem es nach der furchtbaren Nacht und Imodium nicht besser wurde und auch noch Fieren dazu kam, hatte ich Bedenken es könne ja was Schlimmeres sein. So ging ich heute am Arbeitsplatz von Claudia, der weibliche Teil des deutschen Ehepaars hier, im Centro de Saude (Gesunheitszentrum) vorbei. Zumindestens um auszuschließen, dass es Malaria ist. So kann ich euch auch mal den Ablauf Zentrum schildern. Also als erstes zahlt man eine „Praxisgebühr“ von 50 centavos (weniger 0,02 €). Danach wartet man bis man dran kommt. Oder wie meinem Fall bis erstmal die Vertretung vom Chef, der kein Arzt ist, sondern gut ausgebildeter Krankenpfleger ist, kommt. Nun kam sie dann auch und dann wurde ich unfairer Weise sogar als erstes drangenommen. Ich hätte es einfach nicht annehmen dürfen, aber es siegte der Egoismus, als es einem nicht so gut ging, obwohl es den anderen sicher nicht besser ging. Bin ich denn wichtiger als die anderen? Anscheinend ja. Und warum? Es klingt zwar verrückt, aber wegen meiner Hautfarbe und oder weil ich aus Deutschland komme. Es ist auch so, dass die wichtigen Personen, wie Superintendent oder ein Direktor des Seminars, hier nicht warten. Ich denke das wäre bei bei uns nicht der Fall. Auch wenn der Bürgermeister sich vordrängelt würde was man dagegen sagen. Nun ja es wurde dann ein Schnelltest gemacht und es war kein Malaria. So geht man danach mit einem Zettel (der ein Rezept sein soll) an die nächste Tür und da erhält man für 5 mt (nicht mal 15 ct) die Medikamente, falls sie denn auch vorhanden sind, weil Medikamente wie Antibiotika sind immer knapp. So ging ich nach Hause und nicht ins Waisenhaus. Da ging es erstmal nach dem Klo ins Bett. Da habe ich mich dann in 4-5 Stunden zu Glück gesund geschlafen. Aber ernsthaft krank will ich wohl nicht werden.

Impressionen

August 20, 2009

Da direkt eingebundene Bilder für einige zu groß sind, hier ein link zur Liste
Bilder

Montag, 10.08

 Heute bin ich mal wieder umgezogen, aber nur so halber. Günthers sind nämlich für einen Zahnarztbesuch nach Südafrika gefahren und bis Donnerstag soll ich Haus hüten. Ja das klingt etwas eigenartig zu einem Zahnarztbesuch das Land verlassen. Ja da stellt man sich die Frage, ob man nicht in etwas kürzerer Entfernung einer zu finden ist. Ja vielleicht, aber kann man den vertrauen und bei diesem Arzt konnte in der Vergangenheit Claudia einen Zahn behalten, der hier in Mosambik gezogen geworden wäre. So fahren sie etwa 700 km um zu einem Zahnarzt zu kommen. Wobei, trotz besserer Straßen wie in früher, 700 km nicht wie in Deutschland 700 km sind. So braucht für diese Fahrt, weil auch eine nicht immer einfache Grenze auf dem Weg liegt, 11 Stunden. So konnte ich mal einen Vorgeschmack bekommen, wie es im nächsten Monat seien wird. Wenn ich alleine in diesem Haus sein werde. Es klingt wirklich klasse alleine in einem kleinem Häuschen zu sein. Aber es klingt besser, als es wirklich ist. Ich soll abends wenn es dunkel ist zu Hause sein, wegen der Einbruchsgefahr, die durch aus gegeben ist, wie ihr euch noch erinnert könnt. Da würde man sagen ist ja nicht so schlimm, aber hier ist es schon um 18:00 so dunkel, dass man Sterne zählen kann. So bin ich dann am Abend um 17:45 zu Hause gewesen. Nachdem ich die Blumen gegossen habe, mir den Rest vom Mittagessen warm gemacht habe, bisschen was gelesen habe, schon ins Bett gegangen. Was ich vergessen habe, meine Mutter hat noch angerufen und diesmal konnte ich auch mal mit anderen Familienmitglieder sprechen. Weil das ist wiederum toll hier, man kann mich ohne sich vorher irgendwie zu verabreden mich anrufen.

Dienstag, 11.08

So stehe ich alleine auf macht sich Frühstück und gehe zur Arbeit. Und ich kann heute mal mal wieder eine erstaunliche Sache erzählen. Da sind zwei Kinder mit denen lerne ich seit einer Woche die Farben in Englisch und es klappt einfach nicht. Als ich dann mal gefragt, ob er denn schon mal pinkes Gemüse gesehn habe, weil er antwortete mir „pink“, als ich auf eine grüne Paprika gezeigt hatte, kam keine Antwort. (obwohl ich auf portugiesisch gefragt habe). Da kam raus das zwei der Kinder gar nicht die Farben auf Portugiesisch können. Das macht irgendwie klar, warum das nicht geklappt hat mit dem Lernen. Was habe ich daraus gelernt? Das erste was ich nun tue, wenn ich irgend ein Wort einführe, ob sie wissen was das überhaupt auf portugiesisch ist. Es ist auch nicht selten, dass ich in mein Wörterbuch schauen muss, weil sie es häufig selber nicht wissen. Es hat aber auch genug Gutes, so lerne ich doch auch noch Portugiesisch. Heute Nachmittag habe ich versucht über Skype zu telefonieren, aber zu mindestens nachmittags funktioniert es nicht. Und es tut mir Leid, dass ihr noch keine Fotos von hier sehen konntet es liegt nämlich genau an selben Grund, an der langsamen Leitung. Für ein Bild hoch zu laden brauch ich etwa eine viertel Stunde. So würde ich doch ziemlich lange einen Anschluss, der nicht mir ist, belegen. Aber im nächsten Monat werde ich es mal versuchen. Da bin ich dann der Herr des Anschlusses, weil wie schon erwähnt alleine in diesem Haus bin.

Mittwoch 12.08.

 Heute hatte ich Besuch im Unterricht von einer Amerikanerin, die Freundin von Maisa. Also jemand, der Englisch etwas besser spricht, als ich, aber sie empfand die Arbeit für gut. Besonders die Arbeitsweise wie ich mit den Kindern umgehe, geduldig, aufmerksam und ohne Schläge, dann auch auch viel mit Bildern versuche zu lehren, lobte sie. Außerdem war ich heute doch etwas Stolz auf meine Kinder. Warum? Ganz einfach weil sie so gut wie alle, fast pünktlich zum Unterricht erschienen. Das lag zwar darin, dass ich ihnen Gummibärchen versprochen habe und was sie dann auch bekommen haben, aber es trotzdem nicht selbstverständlich. Die einzige, die erheblich zu spät kam, war meine Kollegin. (obwohl sie das auch mit den Gummibärchen wusste; nun JA!) Danach habe ich mich mit Amerikanerin unterhalten und sie empfand besonders Mitleid mit den 5 Babys hier. Denn um diese kleinen Wesen wird sich nur schlecht gekümmert. Sie werden von den Müttern nur selten in den Arm genommen, die einzigen, die das manchmal tun sind die anderen Waisenkinder. So werden Sachen wie volle Windeln, Hunger oder auch Krankheit sehr spät erkannt. So sind doch einige Missstände die ihr schon gelesen habt, aber leider sind das lang nicht alle gewesen. Ich werde euch bei Zeiten immer mal wieder noch mehr Probleme schreiben.

 Donnerstag 13.08

 Bis heute hat die Pünktlichkeit der Kinder sogar angehalten, aber ihr merkt schon ich sage „bis jetzt“. Ich lerne mit den Kindern gerade, das Alphabet in Englisch. Und nachdem die Kinder nicht das Lied „YMCA“ kannten, musste ich doch etwas ähnliches finden um ihnen zu mindestens ein paar Buchstaben näher zu bringen. Und so brachte ich ihnen „L-O-V-E“ bei, was sie dankbar Annahmen, auch wenn die kleinen Bewegungen mit der Hand noch etwas hapern. So sangen sie dieses Lied noch als den Raum verließen. Und dann gab ich heute mal zur Abwechselung Physiknachhilfe, wo ihr euch vorstellen könnt, dass das nicht einfacher war wie Mathe. Dann musste ich erstmal das Vokabular mir aneigenen, was in sofern schwierig war, weil er von manchen Begriffen selbst keine Ahnung hatte. Dann sagt er noch nicht mal direkt, dass er keine Ahnung hat, sondern liest mir dauernd den Begriff laut vor, was etwas nervig war. Dann rief er einen aus einer hören Klasse, der ein wenig Mehr Ahnung haben sollte. Hatte er auch erstaunlicher Weise, er konnte wenigstens sagen welche meiner Vermutungen richtig war. Das war nun geklärt. Aber das war noch nicht die ganze Miete. So ging es ans Erklären. Ich erklärte den beiden welche Formeln sie benutzen müssen und warum. Und habe alles hin geschrieben und auch was sie für welchen Buchstaben schreiben müssen und warum. Also habe ich schon mehr getan, wie gut für sie ist. Aber jetzt kommt es, wie sich herausstellt haben sie nicht wirklich zu gehört und so setzen sie ganz andere Dinge ein, die ich gesagt und geschrieben habe. Also alles noch mal von vorne. So jetzt hatten sie es tatsächlich hinbekommen die richtigen Zahlen an der richtigen Stelle zu schreiben. Aber nun rechen sie mit dem Taschenrechner.(kann noch was schief gehen). Sie brachten das falsche Ergebnis, was ich mit bloßem Auge sehen konnte. Weil der junge Herr, nicht Punkt vor Strich beachtet. Passiert jedem mal, aber man braucht dann keine viertel Stunde um zu erklären, dass was er gerechnet hat falsch ist. Weil pochte darauf, das hat die Maschine gesagt. „Das ist richtig!“ Und ich bin noch so verrückt das nicht zu glauben. Aber wie gesagt nach etwas Zeit habe ich auch das klären können. Ob sie das alles bis zur nächsten Aufgabe behalten haben, wage ich zu bezweifeln. Ich weiß es nicht, ich musste zum Mitagessen. Und ich durfte wieder mal umziehen weil Günthers aus Südafrika heute Abend wiederkamen.

Freitag 14.08

 Ja und heute kam ich dann mal nicht 10 oder 15 Minuten zu früh. Das hatte die Konsequenz, dass keiner der Kinder da war. Was ist diesem Fall ausnahmsweise für andere positiv war, so habe ich doch schnell eine Aufgabe bei anderen erklären können. Nun ja, heute hatte ich passend zum Alphabet mit Wörtern und Bildern dazu mitgebracht. Nur das Problem ist, dass dann Wörter wie „igloo“ da stehen. Und erklär mal Kindern hier, die noch nie weniger wie 10°C erlebt haben, was ein Iglu ist. Zum Glück kam zufällig Maisa vorbei und konnte in ganz einfachen Worten ihnen das Erklären. (Dafür hat sie echt ein Talent) Dann kam Monika Englert heute zu Besuch. Monika Englert war eine Missionarin in Chicuque und arbeitete in einer Hotelfachschule, aber kam auch häufig hier vorbei und gab einigen Kindern Flötenunterricht, was sie bis heute auch nicht verlernt haben. So wurden die Kinder plötzlich unruhig und wollten unbedingt rausrennen. Aber meine Kinder(die Englisch lernen) gegenüber den anderen sind sitzen geblieben. Nun ja, ich muss zu geben meine sind auch älter und auch ein paar viele weniger. So kam Monika auch in Unterrichtssaal, wo dann zwei Schülerinnen sogar ihr „L-O-V-E“ vorgeführt haben. Mit ihr habe ich dann auch am Nachmittag über die Verhältnisse in Mosambik unterhalten können, dann auch im Speziellen über das Waisenhaus hier. Was dann doch wieder Sachen für aufdeckte. Um Zwei Dinge einfach zu nennen: einerseits, dass der Leiterin kein Geld mehr in die Hand gegeben wird zumindestens nicht für Sachen wie das Essen der Kinder, weil da die Familie tollen Fisch aß und die Kinder saßen mit einfachen Maisbrei da. Oder dass wenn eine Kleiderspende kommt dürfen sich die Kinder der Leiterin als erstes sich die schönsten Sachen aussuchen, wonach dann die anderen Kinder dürfen.(das ist wahrscheinlich bis heute so) Auch hat sie dann allerlei Neffe um sich gescharrt und sie hat ihre Position als Leiterin für den Schulplatz ausgenutz und muss wahrscheinlich wenn überhaupt nur ein Bruchteil der Schulgebühr hier zahlen. Und andererseits hat sie erzählt wie im Waisenhaus keinerlei Wert auf Gemeinschaft gelegt wird. Sie essen nicht zusammen und beten auch nicht zusammen. Aber das ist auch schon nicht seid Gestern so. Samstag 15.08 Heute bin ich mal wieder Spazieren gegangen. Und habe ein längeres Gespräch mit einem Amerikaner Namens Daniel. Von dem ich glaube ich schon ein mal erzählt habe. Er ist vom Peacecorp und unterrichtet hier zur Erinnerung Physik. So konnte er mir doch etwas Einblick geben, was und wie das hier in der Schule abläuft und konnte auch die Ursache finden für die geringen Kenntnisse in fast allen Fächern und auch für die Verspätungen. Der eine Grund ist, dass die Lehrer selbst kaum eine Ahnung haben; Sie lesen alles einfach aus einem Lehrbuch ab. So können sie auf Fragen nicht antworten. Aber der eigentliche und und zugleich unfassbare oder gar unglaubliche Grund kommt jetzt: Die Schulen hier müssen eine Quote von etwa 85%, die bestehen, erfüllen, sonst wird der Direktor abgesetz. Aber die eigentliche Quote liegt höher, weil wenn man nahe an dieser Quote hängt, kriegt man häufiger einen warnenden Besuch vom Schulministerium. So fallen höchstens etwa 5 % durch. So jetzt soll da ein Schüler motiviert zu sein was zu lernen, wenn auch die Eltern auch nicht hinter sind, dass ihr Kind was lernt. So ist die einzige Disziplin in diesen 95% zu sein. Das heißt in einer Klasse von 50 Schülern besser zu sein als die zwei Schlechtesten. Man hat auch aller höchstens drei Schüler, die interessiert darin sind etwas zu lernen. So soll ich nicht frustriert sein, wenn die Schüler nichts lernen, auch er hat für ne Aufgabe „½ V²-V²“ 15 Minuten gebraucht, weil niemand von den 60 Schülern, die zwischen 17 und 22 sind, die Antwort wusste. Also über die Null rechen können sie einfach nicht. Dann habe ich danach auch noch mit einer Grundschullehrerin sprechen können. Die von Problemen erzählt, die ähnlich sind wie bei uns. Von wegen dauernd das Gequengel,der hat mich geschlagen, der hat dies geklaut und der da der hat mich ganz dolle geärgert. Sie versicherte mir aber, dass die Verspätungen nur hier auf dem Land so schlimm seien, in der Stadt sei das anders. So wurde mir an diesem Tag einiges klarer.

Sonntag 16.08

 Heute war weder früh um um 7:00 Gottesdienst. Den Heute Thomas hielt und sogar mit Abendmahl. Und man hatte eine leichte Befürchtung, dass wir in den Anderen Gottesdienst in Schizua herreinfeiern. Aber die Befürchtung war unbegründet, da 10 Minuten vor Beginn kommt doch hier keiner in die Kirche. So spielte ich heute auch noch Basketball. Sonst war der Tag doch sehr erholsam. Aber eins muss ich noch von der Woche allegemein erzählen. Hier ist noch ein anderer Gast seid Mittwoch da. Die heißt Razula (denk ich mal so wird sie geschrieben). Aufjeden Fall ist sie ein Gast. Aber irgendwie tut sie die Sachen, die hier die Hausangestellte auch macht. Und kocht das Mittagessen und Abendessen und wehe ich esse nicht, denn meistens ist es dann erstmal nur für mich, weil der Gastgeber nicht da ist. Beim essen kommt dann die frage willst du kein Salat nehmen wobei ich dazu noch gar nicht gekommen bin. Nach kommt auch danach immer die Frage mehr willst du nicht mehr essen, das reicht doch nicht. Doch es reicht für mich. Das was noch eigenartiger ist, ich will dann doch wenigstens mit ihr essen, dann sagt sie immer, sie esse später. Ein oder zweimal hatte ich jetzt das Vergnügen am Wochenende am gleichen Tisch zu essen. Das Problem sie schält dann auch ne Orange drückt sie mir quasi in die Hand, und willst du ein Orange essen? Bei der ganzen Geschichte komme ich mir doch sehr eigenartig vor, wenn sie Dienerin für mich spielt. Das Problem du kannst ja schlecht ein essen ablehnen, wenn sie es schon gemacht hat. Nun ja, das ist wohl eher ein Luxusproblem.:) Vielleicht sollte ich es einfach genießen, dass da jemand ist der sich so um mich kümmert. Und es nicht so, dass sie das tut weil sie was von mir will. (denk ich mal)

 Montag 17.08

 Am diesen Tag habe ich noch mal Afrika aufs neue erlebt. Zwar nicht die die schönste Seite Afrikas, man muss es ja zum Glück nicht jeden Tag erleben. Heute war ich nicht arbeiten, heute bin ich mit Thomas in die Stadt gefahren. Wir haben heute für mich ein Konto eröffnet und meinen Pass abgeholt. Es fing alles ganz gut an in der sogenannten Localidade (was ähnliches wie die Gemeindeverwaltung). Hier musste ich ein Dokument bekommen das bestätigt , dass ich auch vorhabe hier ein Jahr zu bleiben. Das habe ich dann tatsächlich auch gekommen. So selbst verständlich ist das nicht. Weil erst muss man Glück haben, dass sie auf hat, weil es durchaus sein kann, dass sie mal geschlossen ist, wie die gesamte letzte Woche, wenn der einzige Mensch (also deswegen auch Chef der Localidade genannt) dort arbeitet in Morumbene arbeitet. Nun ja ihr dürft euch das nicht so vorstellen wie bei uns. Das ist kein Gebäude im Ortszentrum mit einigen Räumen. Es ist wohl eher ein Bretterverschlag zwanzig Minuten zu Fuß in Richtung zur großen Straße (die N1, die durch das ganze Land führt).Nun, sie war offen und besetzt. Und zur Überraschung von Thomas hatte er sogar Papier, Stift und einen Stempel dabei. So beschrieb er ein leeres DinA4 Blatt, was tatsächlich bestätigt, dass ich hier wohne und sogar hier als Lehrer im Waisenhaus arbeite. Nun ja; jetzt denkt ihr für was braucht man so unnützes Papier und auch blödsinnig, weil es beruht ja nur auf unserer Aussage. Nun ja ganz einfach um hier ein Konto zu eröffnen. Klingt vollkommen logisch. Nicht war? Also gingen wir mit dem Schriebs zur Bank und wollen doch mit dem tollen Dokument ein Konto eröffnen. Die Antwort war dann: „Könnten wir ihr Visum sehn“. Worauf die Antwort „Nein, den Pass müssen wir noch abholen, beim Amt um die Ecke“, war. Der Pass lag dort weil mein Visum verlängert wurde Ja denkt sich doch jeder kein Problem den schnell abzuholen. Wir zwängen uns in den kleinen und überfüllten Raum hinein und fragen an welchen der drei Schalter man den Pass abholen könnte. An dem, wo die meisten anstehen. Hätten wir auch selber darauf kommen können. Also warten wir ein klein Wenig. Dann kamen wir doch erstaunlich schnell dran. Wir legen den Abholschein auf den Tresen. Darauf hin verschwindet die unfreundlich Dame und sucht den Pass. Das heißt für uns wiederrum warten. Nach einiger Zeit kam sie wieder und hat gesagt, wir müssen noch dies bezahlen, wobei wir nicht ganz verstanden haben was das sein soll. Nun gut, gingen wir an den Schalter neben dran. Nur blöd, dass der grade nicht besetzt war. Was heißt das für uns? Wer hätte es geahnt: Warten. So kam sie an und wir erklärten, was wir bezahlen wollen und was wir kriegen ist ein Formular. Was ich noch ausfüllen muss. Ausgefüllt und 50 Mt gezahlt und der Dame mit dem Pass gegeben; obwohl wir gerade den Pass hatten um das Formular aus zu füllen. Danach noch zwei Unterschriften ins Register, dass ich auch hier gemeldet bin. Und jetzt sind wir doch endlich fertig. Pustekuchen! Sie verlangte den Pass zurück und wir sollen noch ein bisschen warten, während der Pass auf ihrem Schreibtisch völlig fertig lag. Und bis jetzt ist mir immer nicht klar warum. Nach etwa einer viertel Stunde sagt die Frau wir sollen uns doch setzen. Warten Warten Warten und noch mal Warten und endlich kriegte ich meinen Pass. Jipiiiii. So jetzt zur Bank und Konto eröffnen und hier natürlich auch Formulare ausfüllen und warten warten warten warten warten warten warten warten. Dann endlich wurde mein Fall bearbeitet. Und nach ein paar Ausbesserungen kriegte ich eine Kontonummer. Schnell noch eine Überweisung darauf und abhauen. Wir haben für diese zwei Sachen knappe 5 Stunden gebraucht. Wie gesagt, das ist Afrika, was man nicht unbedingt so will. Aber wir haben heute viel geschafft wie mir dann zu Hause versichert wurde. Ich wurde gefragt „Und noch Konto eröffnet? Sogar eine Nummer bekommen?“ Ich glaube das sagt mir, dass das hier wohl zum Leben gehört. Ich hoffe das hat euch nicht so gelangeweilt wie mich Heute.

Dienstag 18.08

 Der letzte Tag für die Maisas Besuch hier. Morgen wird sie gehen. Und ich merke ihr fällt es nicht leicht, die Kinder hier zu lassen und sie war nur zwei Wochen hier war. Sie hat gesagt sie kann kaum schlafen, wenn sie hier an die Babys denkt, wie sie viele Stunden am Tag einfach auf einer Matte liegen und quasi in ihrem eigenem Saft baden. Wie wird es mit mir ergehen? Daran möchte ich jetzt erst gar nicht denken, weil ich habe ja noch zum Glück genug vor mir. Heute versucht ich zu lernen wie man hier Zuckerrohr verzehrt. Sagen wir einfach ich brauchte die 4-fache Zeit für die gleiche Menge. Also ich muss noch üben. Dann nach ein bisschen Basketball spielen, kam ich nach Hause. Wollte mich gerade ins Bad begeben, dann klopfte es wie so häufig hier an der Tür. Zwei Studenten, die von Dieudone (diesmal ist er auch richtig geschrieben ich habe ihn gerade gefragt), meinem Gastgeber, hierher gebeten wurde. Warum und wofür wusste ich nicht, aber was ich genau wusste, ich kann jetzt nicht einfach mich duschen gehen. So unterhielt ich mich ihnen (ich kenne sie mittlerweile schon recht gut) und wir warteten gemeinsam auf Dieudone. Als er ankam wurde des Rätsels Lösung gelichtet. Er brauchte zur Hilfe um Kartoffeln für einen Markt Morgen einzupacken. Es ist so Dieudone ist Leiter von einem „Projecto Agricultura“ (das muss ich nicht übersetzen). Das besteht darin, Studenten, Schüler, Waisenkinder und Andere Praktika, Workshops und Ausbildungen anzubieten. Das ist in sofern gut, erstens leistet direkt einen großen Beitrag zur Lebensmittelversorgung hier im Dorf. Im Projekt werden unter Anderem Tomaten, Salat, Kohl, Kartoffeln und verschiedene Früchte. Auch gibt es hier Schweine, Ziegen und Hühner. Aber im großen Stil werden bisher nur Kartoffeln angebaut, dass man sie auch auf anderen Märkten verkauft werden kann. Die Felder sind aber aus Platzgründen außerhalb der Dorfes. Demnächst soll Reis hinzukommen. Auch die Studenten des Theologischen Seminar lernen sich so fast selbst zu versorgen. Das ist deswegen wichtig, weil hier die Pastoren von der eigenen Gemeinde bezahlt wird und nicht jede Gemeinde ist groß und oder reich. Zweitens, da quasi jeder eine kleine Maschamba (Feld) im Garten hat, auch indirekt So lernen sie sich mit Salat, Paprika und Ähnliches bei sich anzubauen und das sogar ökonomisch und ökologisch. Dieses Projekt ist ein Musterprojekt von Entwicklungshilfe. Man steckt wenig Geld hinein und man hat einen riesigen Effekt. Und ohne Dieudone, der aus Burundi kommt und für weltweite Mission der methodistischen Kirche arbeitet, ist dieses Projekt nicht denkbar nicht denkbar.

Mittwoch, 29.07

Heute Morgen bin ich ins Waisenhaus gegangen, wie das so langsam immer sein wird. Ich wollte

erst mal ein Überblick im Waisenhaus mir zu verschaffen. Um einfach mal zu wissen, wieviel

Kinder wann überhaupt anwesend sind und wie der Tagesablauf der Kinder in etwa aussieht.

Aber während dessen erlebte ich etwas furchtbares, nämlich es wurde ein Kind gerade abgeben,

welches gerade mal sechs Tage alt war. Die Mutter ist bei der Geburt verstorben, weil sie

anscheinend schon vorher wegen einer Malaria geschwächt war und trotzdem das Kind zu Hause

zur Welt gebracht werden sollte. Dann war das Kind in der Krankenstation hier in Cambine, wonach

der Vater das Kind im Waisenhaus abgegeben hat. Wie kann man(n) das machen? Das ist doch

unmenschlich und schon gar nicht väterlich? Aber was soll ein arbeitsloser alleinerziehender Vater

machen, der sicher noch mehr Kinder zu Hause hat um die er sich kümmern muss? Er hat kein Geld

um Milch zu kaufen, die nämlich für hiesige Verhältnisse viel zu teuer ist, denn der Liter Milch

kostet umgerechnet über ein Euro, also ein Luxusprodukt. Das muss eigentlich eine der schwersten

Entscheidungen, die man überhaupt treffen kann, aber so sah der Vater nicht aus. Er sah doch sehr

nüchtern aus. Entweder ist es einfach sehr gut überspielt oder das Kind hat einfach keine Bedeutung

für ihn. Das was mich jedoch am tiefsten trifft, ist wenn man an das Baby denkt. Es ist sechs Tage

alt und hat nie die Möglichkeit seine Eltern kennen zu lernen. Und das ist nur ein Beispiel was ich

gerade zufällig mitgekriegt habe, aber in Wahrheit kommt fast jedes Kind als Baby in dieses

Waisenhaus. Insgesamt sind jetzt 5 Säuglinge in dieser Einrichtung und wenn ihr mich fragt, ist eins

süßer als das andere.

Nach der Besprechung mit der Leiterin, die mir das alles erzählt hatte fand ich noch ein

Arbeitsgebiet für mich und es so nötig wie man es sich nur vorstellen kann. Ich sprach mit den

Größeren im Orfanato (Waisenhaus) über ihre schulischen Leistungen und es hieß das eigentlich

alles gut aussieht bzw. schlecht, aber darin, wo sie die meisten Probleme haben ist Mathematik. Wie

ich sah, haben sie Recht. Ich habe lange nicht mehr solche Defizite in Mathe gesehn wie heute -

falls überhaupt. Nun darf sich kein Lehrer und aber auch kein Schüler mehr beschweren. Die Lehrer

nicht wegen den schlechten Leistungen der Schüler und Schüler nicht über die mangelhaften

pädagogischen oder didaktischen Fähigkeiten. Ich sah nämlich das Heft und diese Kinder sind

sicher nicht die einzigen, die Probleme in diesem Fach haben. Also bin ich nicht nur Tio oder

Professore sondern auch Matematico.

Am Nachmittag sind wir einkaufen gewesen und auf dem Rückweg nahmen wir einen Waisenkind

mit, welches in Begleitung einer Betreuerin und Amalia vom Gericht kam. Dort musste sie gegen

ihren Großvater ausgesagt hatte, der sie missbraucht hatte. Das klingt eins schrecklicher als das

andere Erlebnis und trotzdem haben die Kinder irgendwie die Möglichkeit gefunden sich richtig

über Kleinigkeiten zu freuen, wie wir es nicht tun können wenn wir ein Auto geschenkt bekommen.

Das ist das, was mich unter Anderem so beeindruckt. Wie man sieht ich habe mich schon in die

Kinder verliebt und ich weiß jetzt schon dass ich sie in einem Jahr kaum verlassen kann.

Donnerstag, 30.07

Vormittags bevor ich wieder ins Waisenhaus ging, bin ich mal wieder umgezogen, weil am Späten

Nachmittag die nächsten deutschen Gästen komme. Nachdem ich die Kinder zwischen Bauschutt

spielen gesehen habe. Habe ich mich mit meinen Kollegen im Projekt „Schule im Waisenhaus“ (das

habe ich jetzt einfach mal so genannt) einen Plan gemacht um etwas Ordnung hinein zu bringen. So

kamen schon wieder bald die Gäste, die ich nur gerade begrüßt habe und danach ging mit drei

Theologiestudenten in einen Gottesdienst für die Mädels im Internat. Das war vielleicht

beeindruckend. Da steht ein Student im vierten Studienjahr (das Letzte) vor 150 Mädels und hält

ganz souverän einen Gottesdienst und als Hilfsmittel hatte er nichts außer seiner Bibel. Auch habe

ich noch nie ein so lautes Amen gehört und das auch noch von so hohen Stimmen. Da klingelte

mein Trommelfell. Und mein Freund der Student, hat es sich ja auch nicht nehmen lassen den Gast

begrüßen zu lassen, welcher in dem Fall natürlich ich war. Das sieht so aus, dass ich mich kurz

vorstelle. Jetzt kennen etwa 150 Mädels meinen Namen. Ob das gut gehen kann? Nein mein Vorsatz

gilt immer noch und bisher hat er auch noch nicht gewackelt. Den Vorsatz keine Beziehung in

Mosambik anzufangen. Danach kam ich, weil der Gottesdienst wie ich mir eigentlich denken hätte

können später anfing und auch länger wie die geplante halbe Stunde ging, zu spät zum Abendessen

mit den unseren Gästen. Aber mir wurde es nicht übel genommen, zumindestens wurde es so

gesagt.

Nach einer kleinen gemeinsamen Runde gingen wir dann auch ins Bett. Man muss bedenken man

geht hier automatisch früher in Bett geht – aller spätestens um 23:00, egal wie lange du am nächsten

Morgen schlafen kannst. Ich brauche hier irgendwie viel mehr Schlaf wie zu Hause entweder liegt

das daran, dass ich in der Nacht so viel zu verarbeiten habe oder einfach das ich nicht zu Hause in

Deutschland schlafe. Aber man gewöhnt sich daran, wie an sich so vieles.

Freitag, 31.07

Heute habe ich den Gästen meine Arbeitsstelle gezeigt und sie waren zurrecht erschreckt über den

Zustand der Kleidung und ihrer Hygiene. Mir ist das gar nicht mehr so aufgefallen, weil man sich

daran schon gewohnt hat. Aber sie haben völlig recht wie manche Kinder aussehen, das würden wir

nicht mal unseres Hunden zum im Gartenspielen anziehen. Trotzdem haben wir mal wieder

Luftballon zertreten gespielt. Ich sage euch die fahren total darauf ab (zum Glück habe ich genug

Ballons für das ganze Jahr) und nicht nur weil es heute ausnahmsweise keinen Unterricht gab. Am

Nachmittag hatte ich mal wieder tolle Begegnung.(also von einsam kann bisher nicht die Rede

sein). Ich habe nämlich einem Lehrer tragen geholfen und der lädt mich sofort ein mich hinzusetzen

und zum Essen was ich glücklicherweise ablehnen konnte, weil ich grade vom Essen kam. So zeigte

danach sein Können an einem Instrument, was sich, wenn ich mich richtig erinnere, Timbila

schimpft. Das ist ein traditionelles Instrument, was einem Xylophon wohl am ehesten ähnelt, aber

hat einen ganz anderen Klang. Ich würde mal behaupten für die Meisten sehr gewöhnungsbedürftig.

Nicht desto trotz konnte ich nicht erwähren etwas von ihm zu lernen. Das war schon witzig wenn

man das noch nie gespielt hatte, zumindestens fanden das Schüler die drum rum standen (sie

lachten). Das hat mich aber nicht gestört weiter mich zu daran zu versuchen. Dann bin ich mal

wieder Fußball spielen gegangen. Aber dies mal war es ein Training – Welche Mannschaft? Keine

Ahnung. Was ich aber auf jeden Fall weiß, es hat Spaß gemacht, auch wenn die Aufwärmübungen

sehr ulkig aussehen und nach dem Aufwärmen ich schon fast erschöpft war. Und ich kann mir gut

vorstellen, dass ich dass jede Woche zu machen. So werde ich auch etwas fitter hier. Aber was man

vergessen kann ist, dass ich am Ende so durchtrainiert aussieht wie die Afrikaner. Will ich ja auch

nicht, zumindest nicht in erster Linie. Und am Abend rief meine Mutter an, worüber ich mich sehr

gefreut hatte, weil ich hier in Afrika logischer Weise nicht so häufig mit ihr reden kann.

Samstag 01.08

Heute war quasi ein ganz gemütlicher Tag. Also das heißt es nicht wirklich viel passiert. Aber dann

kann ich den Tag nutzen mal was informatives zu schreiben, was zum Tag passt es geht

mosambikanische kulinarische Besinderheiten. Als Anlass nehme ich heute das Mittagessen und das

Grillen heute Abend. Zu Mittag waren wir alle bei Maisa eingeladen, die ja mitlerweile bekannt sein

sollte, zumindestens wegen ihrer guten Kochkünsten. So war es heute wieder ein aml ein Genuss zu

essen. Es gab Reis und Hühnchen wie es bei fast jeder warmen Mahlzeit in irgendeiner Form hier

gibt, aber Kartoffeln als Beilage. Dann gab es es eine Fejao, die im dem Fall Brasilianisch ist, aber

so was ähnliches gibt es hier auch. Was wirklich auch sehr lecker war ist Matapa.

Zur Erläuterung Fejao ist ein Bohnengericht was einem Eintopf gleicht. Es besteht aus Bohnen

Zwieblen Karotten Paprika und Weißkohl und wird gegessen wie man sicher schon vermutet mir

Reis.

Matapa ist schon etwas schwieriger vorzustellen. Am ehsten kann man es wohl mit Spinat

vergleichen, aber es schmeckt anders. Auf jeden Fall wird von der Maniokpflanze die Blätter

genommen und zwei Stunden lang gestampft. Und danach glaube ich mit einer Erdnusskokossoße

gekocht. Schmecken tuts mir auf jeden Fall gut. Wenn wir schon dabei sind: Bei Mandioka

(Cassava) werden meistens die Wurzeln gegessen in roher, gekochter oder frittierter Form. Es

schmeckt ein wenig wie Kartoffeln. Was das Problem bei Maniok ist,dass es zyanidhaltig ist. Zwar

nicht so stark, dass es für mich schädlich wäre. Weil ich es nicht in so großen Mengen und

Häufigkeit esse und auch nicht nur. Nur ist es so, dass es Menschen gibt kaum eine andere

Möglichkeiten haben wenn die Trockenperiode sehr trocken ist (weil Maniok wächst immer). Die

Folge sind Lähmungserscheinungen, die dazu füheren können, dass Menschen über den Boden

kriechen müssen. Aber nicht zu vergessen es schmeckt gut und ihr bracuht deswegen nicht um

meiner Sorgen machen.

So kommen wir zum Grillen. Wo ich eigentlich nicht auf das Gerich als solches eingehn will, weil

das bei uns inprinzip das Gleiche ist. Aber von dem Grill kann ich erzählen und der Art und Weise

wie hier die Kohle angezündet wird. Also der Grill ist meistens eigentlich immer Marke Eigenbau.

Was das ganze nicht schlechter macht sondern vielleciht sogar besser. Und das anzünden geschieht

nicht mit Grillanzünder (die gibt’s wahrscheinlich nicht ein mal) und auch nicht Spiritus. Sondern

mit Pappe und Plastiktüten. Ja Plastiktüten klingt komisch ist aber so. Das reicht erstmal für den

ersten Exkurs im mosambikanischem Essen.

Aber der Abend war ja so was von genial. Ich lange nicht mehr so gelacht und das obwohl das

Witzige alles in portugiesisch ablief. Nur so viel es ging um schwarze Weiße und um weiße

Schwarze. Wer was genaueres darüber erfahren will muss uns anrufen. So gingen wir nach ner Zeit

alle erheitert ins Bett.

Sonntag 02.08.

Heute war ein besonderer Tag im Kirchejahr hier in Mosambik. Denn heute war Açao de Graças,

was wörtlich übersetzt Aktion des Dankes und bedeutet Erntedank. Aber Erntedank ist hier ein

riesiges Fest. Mit riesig meine ich vorallem lang, auch wenn wir es hier iin Cambine noch Glück

hatten mit unseren 3,5 Stunden in einem anderen Ort wir wir hörten ging er 4 Stunden lang und

noch in einer anderen Gemeinde waren es sogar 5,5 Stunden nach Aussage eines leidenden

Praktikanten. Nun gut erzähl ich euch mall von dem Ablauf nach einer kurzen Einführung mit ein

zwei Lieder und dann ging es los. Das heißt der Einzug der einzelnen Gruppen begann. Die

Gruppen sind einerseits geographisch und anderseits kann auch unterschieden werden zwischen

Frauen und Männer oder Schulen Internate ….und so ziemlich als letztes kommen die Gäste. Aber

das heißt nicht dass die Gruppen beschränkt auf ihren Namen sind. Nämlich jeder der Lust hat, kann

nach vorne gehen. Ein Einzug sieht in etwa so aus: draußen sammelt sich die Gruppe und sprechen

ein oder zwei Lieder ab. Danach ziehen sie singend und tanzend und mit ihren Erntegaben (auch

Tiere wie Hühner und anderes Kleinvieh was man essen kann)in die Kirche ein. Wenn alle dann

vorne angekommen sind geht der Spendenkorb in der Gruppe herum. Wenn alle ihr Geld und

Gemüse oder Tier abgegeben haben, wird das Geld zur Seite genommen und gezählt .

Währendessen marschiert die nächste Gruppe ein und so weiter und so fort. Man kann sich

vorstellen, dass das einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Als dann alle Gruppen abgeschlossen

haben wurde einmal gebetet und danach wurde gefeiert, gesungen und getanzt. Im Folgenden

kamen etliche Gesngsbeiträge aus der Gemeinde. Das inprinzip solange, bis man mit dem Zählen

des Geldes endlich fertig war. Was natürlich auch dann feierlich verkündet wurde, wieviel jede

Gruppe gespendet hat. Und insgesamt sind 30600 Meticais (38mt =1€) zusammen gekommen, was

für afrikanische Verhältnisse ziemlich viel ist. Mann meint, ich habe da was vergessen im

Gottesdienst wie zum Beispiel die Predigt. Nein ich habe sie euch nicht vorenthalten. Es gab heute

gar keine; nur das große Fest und danach ein Segenslied, wonach man nach Hause gehen konnte. So

wurden mir mit Guten Morgen begrüßte und mit guten Tag verabschiedet.

Aber mittags bzw. nachmittags durften wieder mal auf ein Neues was Afrikanisches kennen lernen.

Wir fuhren samt Freunden und unseren Gästen nach Maxixe in ein Restaurant am Meer. Klingt das

nicht toll? Tut es ja auch und es seiht auch wunderbar aus. Dann kriegen wir sogar einen

deutschsprechenden Kellner. Aber dann kommt schon der Haken, nachdem wir bestellt hatten,

warteten wir 1,5 Stunden auf unser Essen, was dann selbstverständlich teilweise kalt war und

natürlich kriegten wir nicht alle gleichzeitig unser Essen. Aber ich sah es wie soo häufig positiv. Ich

konnte nämlich mit einer brasilianischen Biologin, die im Krankenhaus in Chicuque arbeitet toll

unterhalten. Was das Tolle daran war, sie hat mich verbessert und so komme ich auch mit meinen

Sprachfähigkeiten weiter. Weil hier erlebe ich häufig, dass ich nicht verbessert werde und als

Antwort auf meine Aufforderung mir diesen Satz richtig zu stellen, kriege ich ein :ich vertehe dich

doch. Was natürlich nicht sehr hilfreich ist. Danach sahen wir uns noch kurz Chicuque an und sind

nach Hause gefahren. Wo am Abend ich noch ein Gespräch, wie alle Mitarbeiter, die was mit der

deutschen Weltmission zu tun haben, mit unserem Chef hatte. Wonach wir dann auch bald ins Bett

gegangen sind.

Montag 03.04.

Morgens verabschiedeten uns vom dem voraussichtlichen vorletzten deutschen Besuch. Wonach ich

dann auch so ziemlich bald ins Waisen haus ging und dort jetzt mein Englischunterricht anfing.

Was sich etwas schwierig gestaltete weil die kleinen doch ziemlich unruhig waren, weil sie bei

meiner Kollegin überhaupt schreiben lernen sollten, aber diese war heute einfach nicht da. Aber es

ging dann doch auf Kosten meines Kopfes. Mit einem dröhnendem Kopf ging ich dann zum

Mittagessen wonach ich mich kurz hinlegen wollte. Aber das hat nicht ganz geklappt, weil es

klopfte an dir Tür und es erklangen die Worte: „Com licencia“( Mit Verlaub ). Da wollte doch

jemand aus dem Waisenhaus meine Hilfe in Mathe. Ich gab sie ihm auch wenn da jede Menge

Stunden nötig sind um da kleinere Mathekenntnisse zu erwarten. Weil dieser Neuntklässler

überlegt bei der Rechnung 1^2 und kriegt nicht heraus was 2-6 ist. Wobei ich nicht weiß, dass er

einfach nicht in der Schule aufpasst oder es an der mangelhaften Fähigkeiten des Lehrers liegt oder

der Junge eine Matheschwäche besitzt. Ist ja auch egal, klar ist jedenfalls, dass er Hilfe braucht.

Danach kam dann noch ein Student mit seiner Englischhausaufgabe, ich solle doch mal drüber

schauen. Damit war mein Mittagsschlaf vollends zu vergessen, weil ich noch umziehen wollte. Das

heißt wieder einmal alles zusammen zu packen ins Auto zu hieven. Und in diesem Fall bis abends

zu warten weil dann erst mein neuer Gastgeber, Diodonné, nach Hause kam. Nun gut an diesem

Abend ging ich dann wieder in ein anderes Bett schlafen, wo ich bis Ende August auch weiterleben

werde.

Dienstag, 04.08

Heute Morgen bevor ich weiter mit Dem Englischunterricht weitergemacht habe, bin ich mit ein

paar Kindern zusammen zu ihrer Schule gegangen. Das heißt um 6:30 am Waisenhaus sein. So

konnte ich mal wieder um 6:00 einen tollen Sonnenaufgang erleben. So sind wir dann in der

Morgensonne eine halbe Stunde zur Schule. Dort angekommen sortieren sich die Schüler nach

Klassen auf dem Schulhof zum Appell. Nachdem alle in Reihe und Glied stehen wurde dann die

Nationalhymne gesungen und währenddessen wurde dann die Fahne gehisst. Wobei man sagen

muss, dass nicht alle das machen, weil sehr sehr viele zu spät kommen. Nachdem dann die Klassen

in ihren Räumen bzw. manche auch in Hütten verschwunden waren zeigt mir der Direktor die

Schule. Und erzählte mir dabei was über die Schule. Also die Schule unterrichtet in zwei Schichten,

weil anders hätten die 18 Klassen bzw. etwa 800 Schüler kein Platz.( Das macht ein Schnitt von 44

Schüler pro Klasse) Um diese 800 Schüler kümmern sich dann 25 Lehrer. Und hier ist die

Pädagogik: mit Schlägen zu bestrafen noch nicht veraltet. Aber einer andere Strafe fand ich auch

interessant, weil diese bei uns gar nicht möglich wäre. Denn Kinder die besonders häufig zu Spät

gekommen waren durften Müllgruben und Toilettengruben ausheben. Müllgruben? Weil hier gibt es

keine Müllabfuhr auf dem Land, darum wird eine Grube ausgehoben und von Zeit zu Zeit wird sie

angezündet, wenn sie voll ist wird eine Neue ausgehoben. Aber in wiefern das Sinnvoll ist zu tun

während ihrer Schulzeit scheint mir fraglich. Aber nun ja, ich war nur froh, dass da keiner von den

Waisen dabei waren. Danach sprach ich mit ein paar Lehrern über die Probleme der Kinder und fast

alle haben Probleme mit dem Schreiben. Oder die älteren in Mathe. Nach diesen Eindrücken lief ich

zurück ins Waisenhaus und ich merkte hierbei, dass wohl der Winter hier vorbei ist. Denn in der

Sonne fängt man schon ganz schön an zu schwitzen. Und es macht keinen anschein, dass es noch

mal kälter wird. So gab ich noch mal Englischunterricht. Und am Nachmittag stand für mich ein

Fußballtraining an. Nach der Vorbereitung für morgen viel ich dann erschöpft ins Bett.

Mittwoch, 05.08.

Heute bekamen wir Besuch von Amerikanern aus Missouri. Was man auch unverkennbar hören

konnte, dass sie aus Amerika kommen.

Mit diesen machte ich einen kleinen Rundgang durch das Waisenhaus. Und danach spielte ich mit

ein paar Waisenkinder Fußball und auch mit Joao un Domingos einem mit Behinderung und einem

Traumatsierten. Das war ein tolles Gefühl zu sehn wie die beiden sich gefreut hatten und auch, dass

die anderen sie völlig als Spielpartner akzeptiert hatten. Später am Nachmittag stand ein Spiel an

Theologisches Seminar gegen Berufsschule. Das Spiel verloren wir( theologisches Seminar )leider

knapp mit 1:2. Man wundert sich, dass ich da mit meinen bescheidenen Fähigkeiten mitspielen darf.

Was mich alleine schon wichtig macht, dass ich nur fünf Minuten zu spät kam, nämlich nach

viertel Stunden konnten wir dann endlich eine 11 Mann starke Mannschaft stellen. Und in dieser

prallen Sonne war ich dann froh als ich dann kurz vor Schluss ausgewechselt wurde. Aber danach

war es nicht vorbei. Während die anderen gefeiert wurden und abzogen, spielten wie wieder bzw.

weiter Fußball. So hatte ich mal wieder kaum Probleme einzuschlafen.

Donnerstag, 06.08

Heute unterrichten wir das erste Mal im neuen Gebäude. Was die Kinder mit großer Begeisterung

annahmen. In einem Saal mit neuen Möbeln einer richtigen Tafel und auch erheblich viel mehr

Platz. Selbst der „Dorffotograph“ kam vorbei, wobei ich gar nicht weiß für was oder wen die Fotos

seien sollen. Nachmittags hätte ich wieder im Training seien sollen, aber ich wollte lieber noch ein

bisschen mehr arbeiten und nicht die ganze Zeit auf dem Platz stehen und auch mal Zeit haben ein

paar Zeilen schreiben. Ich sage euch hier verfließt die Zeit schneller als ich kucken kann oder

erleben kann. Hier ist kein Tag ist wie der Andere. So muss ich sagen, dass sich die Sehnsucht nach

Hause noch in Grenzen hält, obwohl ich mir abends, wenn ich alleine im Bett liege, schon mal

vorstelle zu Hause zu sein. Und ich merke, dass ich gerne mal erfahren würde, was alles in

Deutschland passiert. Und auch wie es euch geht?

Freitag 07.08

Heute saßen auch ältere Kinder, das heißt eigentlich Jugendliche am Tisch beim Englischunterricht

und die haben drei oder vier Jahre Englisch und wissen nicht mehr was die Farbe Blau auf Englisch

ist. Erschreckend nicht war? Da ist wohl in der Vergangenheit irgendetwas schief gelaufen. Was das

genau ist, weiß ich noch nicht. Es ist aber klar, dass sie zum Beispiel am Anfang zumindest nur

zwei stunden in der Woche haben. Aber das kann ja nicht alles sein. Aber nun ja, vielleicht wird mir

das irgendwann klar oder vielleicht auch nie. Danach gab ich wieder Mathenachhilfe und bin fast

verzweifelt. Er kam nicht auf die Lösung x bei x^2 =0. Und ich habe es wirklich versucht zu

erklären aber es ich war nicht erfolgreich. Aus Dankbarkeit haben sie mich, dann zum Mittagessen

eingeladen. Ist das nicht eine nette Geste? Eine nette Geste auf alle Fälle, aber viel mehr auch nicht,

weil ihr habt das Essen noch nicht gesehen, geschweigen gekostet. Es gab Maisbrei mit Fisch in

Soße. Wobei bei dem mehr Gräten als Fleisch hatte, die soße mehr flüssig als Soße und der

Maisbrei ist auch nicht mehr als Maisbrei, der nach nichts schmeckt. Da ich mir extra nicht so viel

aufgeben lassen, habe ich überleben können ohne, dass ich mir es anmerken lassen haben müssen,

dass es mir nicht schmeckt. Aber wenn ich mir vorstelle, so was kriegen die jeden Tag, wird es mir

anders. Nun gut so erlebe ich auch Stück für Stück den Alltag der Waisen mit. Aber nun ist auch

schon wieder Wochenende.

Samstag 08.08.

Genau vor einem Monat bin ich von Deutschland losgeflogen auf die Reise nach Afrika. Und der

Monat ist dahin geflogen. Das Wochenende ist hier bei meinem jetzigen Gastgeber doch etwas

anders. Er hat zwei Gäste aus naheliegenden Städte, wobei der eine mir scheint als wäre das sein

Bedienstester für Wochenende. Er kocht, wäscht ab und alles was dazu gehört. Aber geht auch mit

dem Gastgeber und dem anderen Gast feiern. So kamen sie dann etwas später am Abend nach

Hause stellten Bier kalt und schmissen den Grill an. Was ich ja nicht schlecht finde. So ging der

Abend noch etwas länger und ich wollte am nächsten Morgen früh raus zur Kirche.

Sonntag 09.08

Heute morgen gab es einen Portugiesischen Gottesdienst. Den gibt es eigentlich regelmäßiger, aber

durch die verschiedenen Besuche wurde dieser immer abgesagt. Nun ja Maisa hielt ihn und es war

wirklich schön. Wir waren zwar nur 10-15 Personen, aber es hat mal wieder gut getan einen

ruhigeren Gottesdienst zu erleben. Mit etwas anderen Liedern und da ich keinerlei Schizua (die

Lokalsprache) verstehe, mit mehr Inhalt. Der restliche Tag war doch sehr gemütlich ich habe ihn

genutzt um etwas Spazieren zu gehen und mir ein Fußballspiel an zu kucken. Das Team der

theologischen Seminar hat 2:1 gewonnen. Danach habe ich mit meiner Mutter telefoniert, was

wieder schön war, was aus Deutschland zu hören. Als ich dann nach Hause kam war

erstaunlicherweise niemand da, Aber das änderte sich recht schnell kurze Zeit später trafen zwei

Mädels ein die nicht mehr ins Internat kamen, weil sie zu spät aus der Stadt wiederkamen. So

verbrachten sie den Abend hier und dann auch die Nacht so waren es auf einmal 6 Personen, die

hier eine Unterkunft fanden. Aber zu vor kamen noch die Anderen wieder zurück, wobei der eine

nicht aufhören konnte mich auf die Nerven zu gehen, weil es die ganze Zeit irgendwas Sinnfreies

von sich geben hat (was vielleicht am leicht erhöhten Alkeholspiegel desjenigen lag). Aber ich habe

es überlebt. So ging der Abend bis eins etwa.